Sie stehen vor der Moritzkirche, der ehemaligen Augustiner-Chorherrenstiftskirche St. Moritz, einer spätgotischen Hallenkirche in der südwestlichen Ecke der Altstadt. Gegründet wurde sie vermutlich zwischen 1121 und 1144 als Pfarrkirche der südlichen Altstadt, ab 1184 war sie zugleich Stiftskirche des Moritzstifts. Bedeutung hatte sie auch als Pfarrkirche der Pfännerschaft. Der heutige Bau wurde ab 1388 an der Stelle eines romanischen Vorgängers errichtet, zunächst der Ostteil, als die alte Kirche noch stand. Erster Baumeister war Conrad von Einbeck, später arbeiteten auch Hans Brochstete und Nickel Hoffmann hier. Schauen Sie auf den Chor, der die Wände fast ganz in Fensterflächen auflöst. Er wurde Vorbild für viele Kirchen Mitteldeutschlands, und die Moritzkirche gilt als Auftakt der spätgotischen Hallenbaukunst im sächsischen Raum. Die im 15. Jahrhundert begonnene Westhälfte ist wesentlich schlichter, weil die Bauherren, die Augustiner-Chorherren und die Pfännerschaft, weniger Geld hatten. Ein Turmpaar im Westen war geplant, wurde aber nie ausgeführt. Der Westturm erreichte nur die Höhe der Außenmauern. Ein barocker Turm von 1694 bis 1697 wurde 1789 nach einem Teileinsturz abgetragen, der niedrige Turmaufsatz von heute entstand 1801 bis 1803. Der Innenausbau war 1557 weitgehend abgeschlossen. Im Inneren stehen Steinskulpturen von Conrad von Einbeck: der Schellenmoritz von 1411, der Schmerzensmann von 1416 sowie die Klagende Maria und Christus an der Geißelsäule von 1419. Dazu kommen ein spätgotischer Hochaltar von 1511 und eine Renaissancekanzel von Zacharias Bogenkrantz aus dem Jahr 1592. Ein hallesches Sprichwort lobt an den Kirchen der Stadt bei St. Marien das Geläute, bei St. Ulrich das Geschmeide und bei St. Moritz das Gebäude. 1519 wurde das Stift aufgelöst, und die Dominikaner nutzten die Kirche, weil ihre eigene am Domplatz zum Dom wurde. Ab 1542 war St. Moritz lutherisch. 1737 wurde im Pfarrhaus der spätere Arzt und Aufklärer Johann Friedrich Struensee geboren, ein Sohn des Pfarrers. Ab November 1970 pachtete die katholische Gemeinde Halle-Neustadt die Kirche, heute nutzt sie die Pfarrei St. Mauritius und St. Elisabeth. Das Gebäude ist sanierungsbedürftig, 2013 schätzte man die nötigen Ausgaben auf 2,1 Millionen Euro.
Sie stehen vor der Moritzkirche, einer spätgotischen Hallenkirche. Der Bau begann 1388 an der Stelle einer romanischen Vorgängerkirche, der Innenausbau war 1557 weitgehend abgeschlossen. Sie gilt als Auftakt der spätgotischen Hallenbaukunst im sächsischen Raum.
Diese Kirche hat keinen richtigen Turm. Man wollte im Westen zwei Türme bauen, aber das Geld reichte nicht. Der geplante Westturm wurde nur so hoch wie die Mauern. 1694 bis 1697 bekam die Kirche einen Turm, der 1789 teilweise einstürzte und abgetragen wurde. Heute hat sie nur einen niedrigen Turmaufsatz. Gebaut wurde sie ab 1388. Drinnen stehen Steinfiguren, zum Beispiel der Schellenmoritz von 1411. Ein hallesches Sprichwort sagt, bei St. Moritz sei das Gebäude am schönsten. Findest du den Schellenmoritz?
Koordinaten: 51.4801, 11.9664 · auf der Karte