Sie stehen vor dem Halleschen Dom, dem ältesten noch vorhandenen Kirchengebäude in der Altstadt. Gebaut wurde er als schlichte Klosterkirche. Die Dominikaner gründeten sie 1271 und vollendeten sie um 1330, als dreischiffige Hallenkirche ohne Turm und Querhaus, wie ihre Regeln es verlangten. Ab etwa 1520 ließ Kardinal Albrecht von Brandenburg sie äußerlich umgestalten und 1523 als Stiftskirche des Magdeburger Erzbistums neu weihen. Seitdem heißt sie, zunächst nur im Volksmund, Dom. Albrecht, der um seinen Seelenfrieden im Himmel fürchtete, sammelte bis zu 20.000 Reliquien, das Hallesche Heilthum. Der damit zusammenhängende Ablasshandel wurde faktisch zum Auslöser der Reformation. Für die Ausstattung arbeiteten Matthias Grünewald, Lucas Cranach der Ältere und der Bildhauer Peter Schro. Cranachs Werkstatt fertigte von 1519 bis 1525 sechzehn Passionsaltäre mit 140 Bildern, von denen sich nur zwei Altäre, einzelne Flügel, Modelle und Zeichnungen erhalten haben. Schauen Sie auf die Giebel: Die welschen Giebel geben dem Bau seit 1526 sein Aussehen, und das Motiv des Rundgiebels tritt hier zum ersten Mal nördlich der Alpen auf. Im Inneren stehen die Pfeilerstatuen von Peter Schro, siebzehn überlebensgroße Figuren, vollendet 1525: Christus, die Apostel, der Bistumspatron Mauritius und die heilige Maria Magdalena. Eine achtzehnte Figur, vermutlich die heilige Ursula, ist verloren gegangen. 1541 sah sich Albrecht als Gegner Luthers und wegen seiner hohen Schulden gezwungen, Halle zu verlassen. Die beweglichen Ausstattungsstücke ließ er nach Aschaffenburg bringen, wo sie noch heute sind. Seine weltlichen Nachfolger nutzten die Kirche als Hof- und Schlosskirche. Nach 1680 wies der Große Kurfürst sie den Evangelisch-Reformierten als Gemeindekirche zu. Bei ihnen war 1702 und 1703 der junge Georg Friedrich Händel als Organist angestellt, auf ein Jahr zur Probe. Die Orgel, an der er spielte, stammte von 1667. Die heutige Orgel bauten von 1847 bis 1851 Friedrich Wilhelm Wäldner und sein Sohn. Nach der Wiedervereinigung verstummte sie allmählich. Nach einer Restaurierung für 600.000 Euro erklang sie am 24. Dezember 2018 zum ersten Mal wieder. Der gotische Bau ist 68 Meter lang, 20 Meter breit und 18 Meter hoch.
Sie stehen vor dem Halleschen Dom, dem ältesten noch vorhandenen Kirchengebäude der Altstadt. Dominikaner gründeten 1271 die Klosterkirche. Kardinal Albrecht von Brandenburg ließ sie ab etwa 1520 umgestalten und 1523 neu weihen. Seitdem heißt sie im Volksmund Dom.
Dieser Dom war einmal eine Kirche für Mönche, die Dominikaner. Sie wurde 1271 gegründet. Später ließ Kardinal Albrecht sie umbauen, und Maler wie Lucas Cranach arbeiteten für ihn. Cranach und seine Werkstatt malten 16 Altäre mit 140 Bildern. Nur zwei Altäre sind erhalten. Drinnen stehen 17 Figuren aus Stein, größer als Menschen: Christus, die Apostel und andere. Eine achtzehnte Figur ist verloren gegangen. Hier spielte 1702 der junge Händel die Orgel, zuerst für ein Jahr auf Probe. Welche der Figuren möchtest du suchen?
Koordinaten: 51.4842, 11.9644 · auf der Karte