Sie stehen vor dem Händel-Denkmal auf dem Marktplatz. Es erinnert an Georg Friedrich Händel, den Komponisten, der in Halle geboren wurde. Das klassizistische Standbild wurde 1859 nach einem Entwurf von Hermann Heidel errichtet und ist das einzige Händeldenkmal Deutschlands. Es steht gegenüber der Kirche, in der Händel getauft wurde, und der Komponist blickt von hier nach London. Schauen Sie auf die Figur. Über drei Granitstufen erhebt sich ein Marmorpostament, 19 Tonnen schwer, darauf die Bronzestatue, 3,2 Meter hoch und 1500 Kilogramm schwer. Sie zeigt einen älteren, korpulenten Händel in der Tracht seiner Zeit mit Leibrock, Kniehosen, Galanteriedegen und gewaltiger Lockenperücke. Er lehnt am Notenpult, auf dem die Partitur des Messias liegt. Eine Seite des Pultfußes trägt die Zahl 1741, das Jahr, in dem Händel sein größtes Werk komponierte. Auf der Rückseite sehen Sie die orgelspielende heilige Cäcilia, rechts und links den Sänger David und Orpheus. Vorn steht schlicht Haendel und seine Lebensdaten, 1685 bis 1759. Das Denkmal verdankt sich einem Aufruf des Händel-Comités vom 1. Mai 1856: Halle wünsche, dass dem hier geborenen Komponisten ein Denkmal gegründet werde. Das britische Königshaus spendete nahezu ein Drittel der Gesamtkosten. Drei Jahre lang gab es deutschlandweit Benefizaufführungen, allein eine Aufführung des Messias in Händels Taufkirche am 15. Dezember 1857 brachte 1355 Reichstaler ein. 1843 hatte das Comité den Berliner Bildhauer Hermann Heidel beauftragt, gegossen wurde die Statue erst 1859. Die Einweihung war für den 100. Todestag am 14. April 1859 geplant. Wegen einer langen Krankheit des Bildhauers wurde sie verschoben. Enthüllt wurde das Denkmal am 1. Juli 1859, nach Choralblasen von der Brücke der Hausmannstürme und einem Festzug. Das Fest endete im Hotel Kronprinz, unter den Gästen war Franz Liszt. Das Denkmal hatte politisches Gewicht: Denkmäler waren bis Anfang des 19. Jahrhunderts Fürsten und Feldherren vorbehalten. Die Ehrung gilt als Beitrag zur Stärkung des nationalen Selbstgefühls der Deutschen. Der preußische König, der wenige Jahre zuvor so etwas noch abgelehnt hatte, stimmte zu. Ursprünglich stand das Denkmal vor dem Alten Rathaus und der Ratswaage. Beide wurden 1945 schwer beschädigt und 1948 abgerissen, deshalb fehlt dem Denkmal heute der historische Hintergrund. In der Ratswaage war Händel immatrikuliert worden.
Sie stehen vor dem Händel-Denkmal auf dem Marktplatz. Das klassizistische Standbild wurde 1859 nach einem Entwurf von Hermann Heidel errichtet und erinnert an Georg Friedrich Händel. Es ist das einzige Händeldenkmal Deutschlands.
Das ist Georg Friedrich Händel, ein Komponist. Er wurde in Halle geboren. Seine Statue aus Bronze ist 3,2 Meter hoch und wiegt 1500 Kilogramm. Er lehnt an einem Notenpult, auf dem die Noten seines größten Werkes liegen, des Messias. Auf dem Kopf trägt er eine riesige Lockenperücke, wie man sie zu seiner Zeit trug. Er schaut nach London, wo er später lebte. 1859 wurde die Statue enthüllt. Viele Menschen haben dafür Geld gegeben, sogar das britische Königshaus. Welche Musik hörst du am liebsten?
Koordinaten: 51.4826, 11.9703 · auf der Karte