Sie stehen vor dem Haus Bahnhofstraße 21, einem Wohn- und Geschäftshaus. Es ist ein geschütztes Baudenkmal. Errichtet hat es um 1860 bis 1870 der Zimmermann und Bauunternehmer Leonhard Schlennert. Wikidata nennt das Jahr 1870, eine Quelle um 1860/70. Ich nenne Ihnen beide Angaben. Schauen Sie auf die Fassade. Das Haus ist zweigeschossig, traufständig, mit Satteldach und breit angelegtem Mittelgiebel. Es besteht aus heimischen Sandsteinquadern, und die Fassade trägt neugotische Zierelemente. Was danach kam, ist die Geschichte jüdischer Eigentümer. 1872 kam das Haus in den Besitz des jüdischen Handelsmanns Jakob Salomon Mohr. 1906 erwarb es der jüdische Viehhändler Jacob Seller mit seiner Frau Elise, einer geborenen Schülein. Sie wurde am 5. April 1876 in Thalmässing geboren. 1938 verkaufte die Familie Seller das Haus unter dem Druck des nationalsozialistischen Regimes. Elise Seller kam am 13. Januar 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt ums Leben. Der Wikipedia-Quelle zur Stadt beschreibt, was in der Stadt in diesen Jahren geschah. Am 1. April 1933 fand der reichsweite Boykott jüdischer Geschäfte auch in Gunzenhausen statt. Die nichtjüdische Bevölkerung wurde unter Druck gesetzt, nicht in jüdischen Geschäften zu kaufen und sich nicht von einem jüdischen Arzt behandeln zu lassen. Ob dieses Haus davon betroffen war, sagt eine Quelle nicht. Er verweist auf eine Seite zur Familie Jacob Seller und auf eine Seite zum jüdischen Leben in Gunzenhausen.
Sie stehen vor dem Haus Bahnhofstraße 21, einem Wohn- und Geschäftshaus aus heimischem Sandstein mit neugotischen Zierelementen. Der Zimmermann Leonhard Schlennert baute es um 1860 bis 1870. 1938 musste die jüdische Familie Seller es unter dem Druck des nationalsozialistischen Regimes verkaufen.
Du stehst vor einem Haus, das einer jüdischen Familie gehörte: der Familie Seller. Jacob Seller war Viehhändler. Er kaufte das Haus 1906 mit seiner Frau Elise. 1938 mussten sie es verkaufen, weil die Nationalsozialisten sie unter Druck setzten. Elise Seller starb am 13. Januar 1944 im Konzentrationslager Theresienstadt. Das Haus ist aus Sandstein aus der Gegend gebaut und hat neugotische Verzierungen. Schau sie dir an.
Koordinaten: 49.11823, 10.75419 · auf der Karte