Sie stehen vor dem Nikolaiturm. Er ist fünfundvierzig Meter hoch, einen Meter niedriger als der Dicke Turm, und gehört zur ehemaligen Stadtbefestigung. Er befindet sich im ältesten Teil der Stadt und grenzt direkt an die Nikolaivorstadt. Zuerst das Alter, denn es gibt mehrere Angaben. Wikidata nennt 1260. Eine Quelle sagt: Der Turm war vermutlich bereits vor der ersten großen Ortserweiterung 1250 Bestandteil der Stadtbefestigung, urkundlich erwähnt wurde er erstmals 1348. Das Wort vermutlich stammt aus einer Quelle selbst. Ich nenne Ihnen die ältere Angabe, vor 1250, und sage dazu, dass es mehrere gibt. Der Turm war, wie die anderen Türme, Teil eines Stadttores. Das Nikolaitor war dreifach ausgeführt. Das innere Tor stand zwischen Turm und Nikolaizwinger. In der Mitte folgte ein Tor mit starkem Fallgatter. Das äußere Tor stand im Nikolaigraben und war mit einer Zugbrücke mit der Nikolaivorstadt verbunden. Die Zugbrücke bedeckte im aufgezogenen Zustand das gesamte Tor. Nach dem Stadtbrand von 1717 wurde die ehemals schlanke, steile Spitze durch eine barocke Haube ersetzt. 1848 wurde das Tor abgebrochen. Ursprünglich erreichte man die oberen Räume über eine Außentreppe, erst 1752 entstand der ebenerdige Eingang durch die hier 2,86 Meter dicke Mauer. 1903 verließ der letzte Türmer seine Türmerstube. Von 1969 bis 2015 bewirtschaftete der Zirkel Görlitzer Heimatforscher den Turm als Ausstellungs- und Aussichtsturm, mit einer Sammlung historischer Schlösser, Beschläge und Leuchten. Seit Herbst 2016 betreiben ihn der Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec und das Kulturhistorische Museum Görlitz gemeinsam. Warum sagt man, der Turm stehe im ältesten Teil der Stadt? Der Wikipedia-Quelle zur Stadt erzählt die Anfänge. Archäologische Funde belegen eine Besiedlung seit der späten Jungsteinzeit. Im späten 7. und 8. Jahrhundert besiedelten slawische Gruppen die Region wieder, daran erinnern sorbische Orts- und Flurnamen, darunter Görlitz selbst. Der Name geht auf ein altsorbisches Verb für ausbrennen zurück und bezeichnet einen durch Brandrodung gelichteten Platz. 1071 wurde Görlitz erstmals in einer Urkunde König Heinrichs IV. erwähnt: Der Bischof von Meißen erhielt das slawische Dorf Goreliz als Geschenk. In der Mitte des 12. Jahrhunderts entstand wohl an der Via Regia eine Ansiedlung von Kaufleuten mit der Nikolaikirche im Kern. Um 1200 folgte eine planmäßige Stadtanlage um den Untermarkt.
Sie stehen vor dem Nikolaiturm, einem fünfundvierzig Meter hohen Turm der ehemaligen Stadtbefestigung. Er steht im ältesten Teil der Stadt, direkt an der Nikolaivorstadt. Drei der vier Wehrtürme von Görlitz sind erhalten.
Du stehst vor dem Nikolaiturm. Er ist fünfundvierzig Meter hoch. Früher stand er an einem Stadttor, und das Tor hatte eine Zugbrücke. Wenn sie hochgezogen war, bedeckte sie das ganze Tor. Oben im Turm gab es eine Türmerstube. Der letzte Türmer hat sie 1903 verlassen. Der Turm steht im ältesten Teil von Görlitz. Der Name der Stadt bedeutet, dass hier ein Platz ausgebrannt wurde, um Land zu gewinnen. Was meinst du: Warum sitzt ein Wächter in einem hohen Turm?
Koordinaten: 51.15827778, 14.98980556 · auf der Karte