Sie stehen vor der Johanneskirche, der größten evangelischen Kirche in Gießen. Warum es sie gibt, erklärt die Stadt: Die Stadtkirche von 1821 genügte der rapide wachsenden Bevölkerung nicht mehr. 1882 wurde ein Kirchenbaufonds gegründet, 1888 eine Baukommission. Als Bauplatz diente ein Stück des alten Wassergrabens der ehemaligen Stadtbefestigung. 1890 wurde ein Architektenwettbewerb für alle deutschen Architekten ausgelobt. 233 forderten die Unterlagen an, im folgenden Jahr gingen 39 Entwürfe ein. Ausgeführt wurde der gemeinsame Entwurf der Berliner Architekten Hans Grisebach und Georg Dinklage, unter Grisebachs Bauleitung. Am 12. Oktober 1891 war der erste Spatenstich, am 23. Mai 1892 die Grundsteinlegung, am 30. November 1893 die Einweihung. Den Namen erhielt die Kirche, nachdem die evangelische Stadtgemeinde am 1. November 1892 in vier Gemeinden aufgeteilt worden war, benannt nach den vier Evangelisten. Schauen Sie die Fassade an. Innen wie außen mischen sich Neogotik und Neorenaissance. Für die Außenfassaden wurde dunkler Lungstein verwendet, der mit hellen Sandsteinbändern kontrastiert. Der Turm steht auf quadratischem Grundriss von 8,50 Metern Breite, seine Zifferblätter haben 2,75 Meter Durchmesser. An den Ecken des Turmschafts sitzen vier Wasserspeier in Gestalt geflügelter Löwen. Ein vergoldeter Wetterhahn und ein reich verziertes Kreuz krönen den Spitzhelm. Am Turm ist ein Adler dargestellt, das Evangelistensymbol des Johannes. Im Giebel des Hauptportals steht eine 2,10 Meter hohe Statue des Johannes. Die Verzierungen der drei Portale wurden in den 1960er Jahren grob abgeschlagen und 2015/2016 originalgetreu rekonstruiert. Den verheerenden Luftangriff in der Nacht vom 6. auf den 7. Dezember 1944 überstand die Kirche weitgehend unbeschadet, nur die Dächer von Turm und Schiff wurden beschädigt. Von 1962 bis 1965 wurde sie innen renoviert, dabei entfernte man die reiche Bemalung, die Hermann Schaper 1903 angebracht hatte. Wiederherstellen konnte man sie nicht. Die jüngste große Innenrenovierung von 2013 bis 2016 kostete 1,5 Millionen Euro. Die beiden Kirchengemeinden brachten eine halbe Million auf, den größten Teil übernahm die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau.
Sie stehen vor der Johanneskirche, der größten evangelischen Kirche in Gießen. Sie wurde 1893 im Mischstil aus Neogotik und Neorenaissance errichtet. Der Kirchturm erreicht 68,21 Meter. Die Kirche ist hessisches Kulturdenkmal und prägt das Stadtbild.
Du stehst vor der größten evangelischen Kirche von Gießen. Ihr Turm ist 68 Meter hoch. Oben sitzen vier Wasserspeier in Gestalt geflügelter Löwen, und ganz oben ein goldener Wetterhahn. Gebaut wurde die Kirche von 1891 bis 1893, weil die alte Stadtkirche für die vielen Menschen zu klein geworden war. Für den Bau gab es einen Wettbewerb, 39 Entwürfe gingen ein. Beim Luftangriff 1944 blieb die Kirche fast unbeschädigt. Nur die Dächer bekamen Schäden. Kannst du die Löwen am Turm entdecken?
Koordinaten: 50.5828, 8.67357 · auf der Karte