
Sie stehen am Kultur- und Kongresszentrum Gera, früher Haus der Kultur, kurz HdK, heute KuK. Es entstand ab 1977 im Zuge der weiteren Ausgestaltung des „sozialistischen Stadtzentrums“. Am 2. Oktober 1981 wurde es in Anwesenheit Kurt Hagers übergeben. Zur Mitte der 1970er-Jahre war es, neben Projekten in Berlin und Leipzig, das einzige Großprojekt dieser Kategorie in der gesamten DDR. Schauen Sie sich die Fassade an. Die Verkleidung mit Sandsteinplatten und die Gliederung durch Profile und Fensterrahmungen aus braun eloxiertem Aluminium schlug Bauminister Wolfgang Juncker vor. Die Ostseite ist heute die Fassade der Schlossstraße und bezieht sich in Traufhöhe und Fensterformen auf die gegenüberliegende Altbaufront. Geplant war das Kulturhaus zunächst als freistehender Bau an der „Straße der Republik“, dann rückte es immer näher an die Altstadt heran. Im Inneren liegt ein diagonal gerichteter Saal von sechseckiger Grundform mit bis zu 1683 Plätzen, nach dem Vorbild des Großen Saals im „Palast der Republik“. In der Fassade tritt er nicht in Erscheinung. Die Ausrichtung im quadratischen Gebäude stammt vom Entwurfsarchitekten Manfred Metzner. Die Raumakustik plante Gisela Herzog vom Rundfunk- und Fernsehtechnischen Zentralamt der Deutschen Post in Berlin-Adlershof. Im Foyer erstreckt sich die Reliefwand „Lied des Lebens“ über drei Stockwerke: 450 Quadratmeter Kalkstein aus 89 Einzelelementen, in den 1980er-Jahren unter der künstlerischen Leitung des Rostocker Bildhauers Jo Jastram gestaltet. Zur Zahl der beteiligten Bildhauer gibt es zwei Angaben: 21 und 25. Auch Türknäufe und -griffe in figürlicher Ausarbeitung entstanden im Haus. Zu DDR-Zeiten wurden hier mehrere Ausgaben der Weihnachts-Fernsehshow „Zwischen Frühstück und Gänsebraten“ gesendet. Frank Schöbel gastierte häufig, Harry Belafonte aus den USA und Howard Carpendale aus Südafrika hatten die weiteste Anreise. Überregional bekannt wurde das Jugendballett des Hauses. Heute finden hier Konzerte, Auftritte von Komikern und Zauberkünstlern, Messen und politische Veranstaltungen statt. 2007 ersetzte man das Beleuchtungssystem in den Foyers durch „Lichtregen“, 160 Sonderleuchten, entworfen von Produktdesign-Studenten der Bauhaus-Universität Weimar. Anfang 2025 begannen die Planungen für eine umfassende Sanierung des gesamten Komplexes. Ziel ist, das 50-jährige Jubiläum im Jahr 2031 im Haus angemessen zu feiern.
Sie stehen am Kultur- und Kongresszentrum Gera, früher Haus der Kultur. Der Bau begann 1977, übergeben wurde er am 2. Oktober 1981. Der Hauptsaal mit rund 1700 Plätzen liegt diagonal im quadratischen Gebäude. Heute gilt das Haus als bedeutendes baukünstlerisches Monument der Ostmoderne.
Du stehst vor dem Kultur- und Kongresszentrum von Gera. Früher hieß es Haus der Kultur. Es wurde 1981 übergeben. Drinnen gibt es einen großen Saal mit rund 1700 Plätzen. Im Foyer ist eine riesige Wand aus Kalkstein, ein Relief mit dem Namen Lied des Lebens, 450 Quadratmeter groß. Viele Bildhauer haben sie gemeinsam gemacht. Früher gab es hier auch ein Jugendballett, das im Fernsehen auftrat. Was würdest du gern auf so einer großen Bühne zeigen?
Koordinaten: 50.8776, 12.081 · auf der Karte