Stadtohr

Stadtrundgang Fürth · Station 5 von 16

Jüdisches Museum Franken

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Ausführlich

Sie stehen vor dem Jüdischen Museum Franken, dem Hauptstandort in der Königstraße 89. Zuerst ein Blick auf das Ganze. Das Museum hat drei Standorte, in Fürth, Schnaittach und Schwabach, und alle sind historische Baudenkmäler. Es zeigt die Vielfalt fränkisch-jüdischen Lebens von seinen Anfängen bis zur Gegenwart. Träger ist ein 1990 gegründeter Verein, dem unter anderem die Stadt Fürth angehört. Der Fürther Standort zeigt die Bedeutung Frankens als Zentrum jüdischen Lebens in Süddeutschland. Die fränkisch-jüdische Kultur war besonders vielfältig, mit eigenen Alltagsgebräuchen, religiösen Ritualen und berühmten Gelehrten. Judaica und Alltagsobjekte erzählen davon vom Mittelalter bis heute. Schauen Sie auf das Haus. Der Altbau gehörte vom 17. bis ins späte 19. Jahrhundert jüdischen Familien. Auf dem Dach ist eine historische Laubhütte erhalten, im Haus eine Mikwe. In ihnen spiegeln sich Spuren jüdischen Alltags. Dazu gibt es einen Seminarraum, eine Buchhandlung und ein Café. Am 30. September 2017 wurde das Museum wegen Bauarbeiten vorübergehend geschlossen. Am 13. Mai 2018 wurde es zusammen mit einem 900 Quadratmeter großen Erweiterungsbau wiedereröffnet. 2024 zählte der Standort Fürth 14.820 Besucher. Nun zur Stadt. Seit 1440 sind erste Ansiedlungen von Juden in Fürth überliefert. In den folgenden Jahrhunderten gründeten sie einen eigenen Friedhof und eine Synagoge. Fürth bekam einen Beinamen. Der österreichische Satiriker Moritz Gottlieb Saphir nannte die Stadt abfällig „Bayrisches Jerusalem“. Seit den 1880er Jahren sprach man dann, wegen der von Juden gefühlten Toleranz und Freiheit, positiv vom „Fränkischen Jerusalem“. Die beiden anderen Häuser: In Schnaittach ist das Museum in einer Synagoge von 1570 mit Rabbinerhaus und Ritualbad eingerichtet. In Schwabach wurde es Anfang Juni 2015 in einem ehemals jüdischen Wohnhaus in der Synagogengasse 10 eröffnet. Dort entdeckte man eine historische Laubhütte mit Wandmalerei aus spätbarocker Zeit.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Jüdischen Museum Franken, Königstraße 89. Es ist der Hauptstandort eines Museums mit drei Häusern, in Fürth, Schnaittach und Schwabach. Der Altbau gehörte vom 17. bis ins späte 19. Jahrhundert jüdischen Familien. Auf dem Dach ist eine historische Laubhütte erhalten.

Für Kinder

Dieses Museum erzählt vom jüdischen Leben in Franken. Das Haus ist alt. Vom 17. bis ins späte 19. Jahrhundert gehörte es jüdischen Familien. Oben auf dem Dach ist noch eine Laubhütte erhalten, und im Haus gibt es eine Mikwe, ein Ritualbad. Schon 1440 haben sich die ersten Juden in Fürth angesiedelt, so ist es überliefert. Das Museum hat drei Häuser: in Fürth, in Schnaittach und in Schwabach. Was, glaubst du, zeigt ein Museum über Alltag? Genau: Dinge, die Menschen jeden Tag benutzt haben.

Quellen

Koordinaten: 49.4771, 10.9903 · auf der Karte

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