Stadtohr

Stadtrundgang Freising · Station 14 von 16

Dom-Gymnasium Freising

1828 · schule, bildung, domberg, humanismus

Ausführlich

Wir sind wieder auf dem Domberg. Sie stehen vor dem Dom-Gymnasium, einem staatlichen humanistischen Gymnasium. Es ist mit etwa 600 Schülern das kleinste der drei Freisinger Gymnasien. Gegründet wurde es 1828 als königliche Studienanstalt. Ihm war bis in die 1970er Jahre ein Knabenseminar angegliedert. Seine Wurzeln reichen viel weiter zurück. Es entstammt einer Kloster- und Domschule, die um etwa 740 entstand. Neben dem Willibald-Gymnasium Eichstätt und der Katholischen Kantonssekundarschule St. Gallen ist sie eine der ältesten Schulen im gesamten deutschen Sprachraum. Nach der Gründung war das Gymnasium einige Jahre im ehemaligen Propsteihof des aufgelassenen Kollegiatstifts St. Andrä untergebracht. 1835 bezog es Räume im ehemaligen Marstall, in dem auch das Lyzeum saß. Von 1975 bis 1980 riss man das Philippsschloss weitgehend ab und baute unter Erhaltung weniger Teile das neue Gebäude, nach Plänen von Helmut Gebhard und Thomas Richter. Ein weiterer Gebäudeteil entstand auf dem Gelände zweier benachbarter Domherrenhöfe, die dafür abgerissen wurden. Seit 1981 ist die Schule hier. Bis 1960 gehörte auch eine Oberrealschule zum Dom-Gymnasium. Dann wurde sie ausgegliedert und nach einem ehemaligen Lehrer und Schüler benannt, Josef Hofmiller. Heute wählen die Schüler zwischen mehreren Zweigen. Im humanistischen beginnt die Sprachenfolge mit Latein ab der fünften Klasse, dann folgt Englisch ab der sechsten und Altgriechisch ab der achten. Der neusprachliche Zweig beginnt ebenfalls mit Latein und Englisch, dritte Fremdsprache ist dort Französisch. Ab der siebten Klasse kann man außerdem einen bilingualen Zweig wählen. Zu den Ehemaligen zählen der Schriftsteller Carl Amery, der Historiker Marcus Junkelmann und der Komponist und Musikpädagoge Philipp Weigl. Auch Josef Furtmeier, der als einer der Mentoren der Weißen Rose gilt, gehört dazu.

Kurzfassung

Sie stehen auf dem Domberg vor dem Dom-Gymnasium, einer der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum. Sie geht auf eine Kloster- und Domschule um etwa 740 zurück. Als königliche Studienanstalt wurde sie 1828 gegründet. Seit 1981 sitzt sie im ehemaligen Philippsschloss.

Für Kinder

Das hier ist eine Schule, und zwar eine sehr alte. Sie hat ihre Wurzeln um das Jahr 740, damals war sie eine Kloster- und Domschule. Damit gehört sie zu den ältesten Schulen im ganzen deutschen Sprachraum. Das Gebäude ist neu: Das alte Philippsschloss wurde zwischen 1975 und 1980 fast ganz abgerissen. Heute gehen hier etwa sechshundert Schüler zur Schule. Ab der fünften Klasse lernen sie Latein, später auch Altgriechisch. Würdest du das gern lernen?

Quellen

Koordinaten: 48.3995, 11.7451 · auf der Karte

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