Stadtohr

Stadtrundgang Freiberg · Station 16 von 16

Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg

1861 · museum, bergbau, domherrenhof, abschluss

Ausführlich

Sie stehen vor dem Stadt- und Bergbaumuseum, Am Dom 1. Hier kommen wir an: in der Nähe des Doms, an dem der Rundgang begann. Das Museum wurde 1861 vom Freiberger Altertumsverein gegründet und zählt zu den ältesten bürgerlichen Museen Sachsens. Es sitzt im ehemaligen Domherrenhof, einem spätgotischen Profanbau. Das Haus wurde nach dem Stadtbrand von 1484 errichtet und ist 1488 urkundlich als bestehend gesichert. Es diente zunächst als Wohnhaus der Geistlichen der Marienkirche, die 1480 zum Kollegiatstift erhoben wurde. Das ist der heutige Dom. Im vornehmsten Haus wohnte der Dekan mit seinen Vikaren und Kapellanen. Nach der Reformation wurde das Kollegiatstift aufgelöst, und die Stadt stellte das Gebäude 1542 der Lateinschule zur Verfügung. Die Schule hatte hier ihren Platz, und der Rektor, weitere Lehrer und bedürftige Schüler wohnten im Haus. 1875 bezog das aus der Lateinschule hervorgegangene Gymnasium einen neu errichteten Zweckbau. Dem Museum gingen Bürger voraus. 1860 gründeten sie unter Leitung des Buchdruckereibesitzers Heinrich Gerlach den Altertumsverein. Er stellte seine Sammlung zunächst in der Kastenstube des städtischen Kaufhauses am Obermarkt aus, im Haus Obermarkt 16. 1903 zog er in dieses Haus am Untermarkt. Am 7. Mai 1903 wurde es im Beisein des sächsischen Königs Georg eingeweiht, als König-Albert-Museum. 1938 zeigte es zur 750-Jahr-Feier Freibergs die Schau „750 Jahre deutscher Erzbergbau“. Am 1. Januar 1939 ging es in städtische Trägerschaft über und erhielt den Namen Stadt- und Bergbaumuseum. Die Dauerausstellungen heißen unter anderem „Der Freiberger Bergbau“, „Freiberg im Mittelalter“, „Die Freiberger Bildhauerkunst der Renaissance“ und „Meisterwerke bergbaulicher Kunst“. Damit endet unser Rundgang. Freiberg war rund achthundert Jahre vom Bergbau geprägt. 1913 wurde der Silberbergbau eingestellt, weil der Silberpreis verfiel, und bis 1969 baute man noch Blei, Zink und Zinn ab. 1765 wurde die Bergakademie gegründet. Sie ist heute die älteste bestehende technisch-montanwissenschaftliche Universität der Welt. Zwei Orte in Freiberg brauchen eigene Zeit: die Reiche Zeche, ein Denkmal der Bergbaugeschichte und Teil des Welterbes, und die Bergakademie. Danke, dass Sie mitgegangen sind.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Stadt- und Bergbaumuseum, Am Dom 1, im ehemaligen Domherrenhof. Es wurde 1861 vom Freiberger Altertumsverein gegründet und zählt zu den ältesten bürgerlichen Museen Sachsens. Hier endet der Rundgang.

Für Kinder

Das ist das Museum der Stadt. Es erzählt von Freiberg und vom Bergbau. Gegründet wurde es 1861 von Bürgern, die alte Dinge sammelten. Das Haus selbst ist noch älter, es stand schon im Jahr 1488. Früher wohnten hier Geistliche vom Dom. Später war hier eine Schule, und noch später eine Wollwarenfabrik. Mit diesem Museum endet unser Rundgang. Was hat dir in Freiberg am besten gefallen?

Quellen

Koordinaten: 50.9205, 13.34397222 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.