Willkommen in Freiberg. Die Bergstadt liegt etwa in der Mitte Sachsens, zwischen Dresden und Chemnitz. Der gesamte historische Stadtkern steht unter Denkmalschutz, und seit 2019 gehört er zusammen mit Denkmälern der Bergbaugeschichte zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge. Wir beginnen am Dom. Sie stehen vor dem Dom St. Marien am Untermarkt. Er ist eine evangelisch-lutherische Kirche. Vor der Reformation war er eine Stiftskirche, 1480 hatte Papst Sixtus IV. die Pfarrkirche zum Kollegiatstift erhoben. Eine Bischofskirche war er nie. Trotzdem ist er eines der am reichsten ausgestatteten Gotteshäuser Sachsens. Seine Geschichte ist die eines Brandes und eines Neuanfangs. Um 1180 entstand hier, in dem jungen, durch Silberfunde schnell wachsenden Ort, die romanische Basilika Unserer Lieben Frauen. Zwei ihrer Kunstwerke gibt es noch: die Triumphkreuzgruppe und die Goldene Pforte. 1484 zerstörte ein großer Stadtbrand die Kirche fast völlig. Die beiden Kunstwerke und Teile des Chores blieben erhalten. An gleicher Stelle entstand der heutige Dom, eine dreischiffige, sechsjochige spätgotische Hallenkirche nach Plänen der Baumeister J. und B. Falkenwalt, die den Bau auch leiteten. 1512 wurde er neu eingeweiht. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1225, die Zeit von Triumphkreuzgruppe und Goldener Pforte, andere Quellen nennen für die erste Kirche um 1180. Suchen Sie auf der Südseite die Goldene Pforte, ein spätromanisches Rundbogenportal aus Sandstein. Ihre Datierung schwankt zwischen 1225 und um 1230. Sie ist das erste vollständige deutsche Statuenportal. Im Bogenfeld thront die Muttergottes mit den anbetenden Heiligen Drei Königen. Ursprünglich war das Portal farbig gefasst. Nach dem Brand baute man es sorgfältig ab und setzte es als neuen Südeingang wieder ein. Von 1585 bis 1594 wurde der Chor unter Giovanni Maria Nosseni zur Grabanlage der Wettiner umgestaltet. Im Mittelschiff stehen zwei Kanzeln nebeneinander: die Tulpenkanzel, etwa von 1505, und die Bergmannskanzel von 1638. Und schauen Sie auf die Türme. Ursprünglich hatte man dem Dom keine Kirchtürme gegeben. Um 1905 schrieb man einen Wettbewerb für Türme aus, doch der Erste Weltkrieg führte dazu, dass man von den Plänen Abstand nahm. Heute sehen Sie zwei ungleiche Türme: einen niedrigen im Nordwesten und einen im Südwesten, der 1931 zurückhaltend aufgestockt wurde. Als Nächstes folgt die Annenkapelle, die mit dem Kreuzgang des Doms verbunden ist.
Sie stehen vor dem Freiberger Dom St. Marien am Untermarkt. Er ist evangelisch-lutherisch und war vor der Reformation eine Stiftskirche, eine Bischofskirche war er nie. Er gehört zu den am reichsten ausgestatteten Gotteshäusern Sachsens. Der spätgotische Bau wurde 1512 neu eingeweiht.
Du stehst vor dem Freiberger Dom. Das ist eine große Kirche mit einem gewaltigen Dach aus Schiefer. Schau genau hin: Sie hat zwei Türme, und sie sind nicht gleich hoch. Im Jahr 1484 gab es in der Stadt einen riesigen Brand. Die Kirche brannte fast ganz ab. Nur wenige Teile blieben stehen, zum Beispiel das Tor auf der Südseite, die Goldene Pforte. Danach baute man die Kirche neu, und 1512 wurde sie eingeweiht. Im Dom stehen zwei Kanzeln nebeneinander, die Tulpenkanzel und die Bergmannskanzel. Findest du beide?
Koordinaten: 50.920277777, 13.343333333 · auf der Karte