Sie stehen am Archäologischen Museum, im ehemaligen Karmeliterkloster im westlichen Bereich der Altstadt. Der Haupteingang liegt an der Ecke Alte Mainzer Gasse und Karmelitergasse. Dieses Museum war einmal eine Abteilung des Hauses, an dem wir gerade standen. Am 22. Juni 1937 wurde es selbstständig, und es hieß zunächst Museum für heimische Vor- und Frühgeschichte. Eine Quelle nennt diesen Namen für den Zeitgeist kennzeichnend, und das ist er auch: heimisch, in diesem Jahr, mit dieser Betonung. Dann rechnen Sie fünf Jahre weiter. Nach fünf Jahren im Dominikanerkloster musste das Museum am 22. Juni 1942 wegen des Krieges schließen, auf den Tag genau fünf Jahre nach der Gründung. Ein Teil der Bestände wurde ausgelagert, ein anderer Teil fiel 1944 zusammen mit der Bibliothek den Luftangriffen zum Opfer. Ein archäologisches Museum, dessen eigene Überlieferung zur Fundstelle wurde. Nach Kriegsende wurde das Haus zunächst wieder mit dem Historischen Museum vereinigt und 1952 erneut getrennt. 1953 zog es ins Holzhausenschlösschen, wo Direktor Ulrich Fischer am 30. Oktober 1954 die Ausstellung zur Archäologie Frankfurts in Erdgeschoss und Treppenhaus eröffnete. Erdgeschoss und Treppenhaus, das war der ganze Platz. Von 1984 bis 1988 entstand der Neubau am Karmeliterkloster, geplant von Josef Paul Kleihues, südlich an das historische Ensemble anschließend. Seitdem sind fast alle Sammlungen wieder an einem Ort. Gehen Sie in Gedanken durch das Haus. Im Querschiff der Karmeliterkirche liegen die vorgeschichtlichen Funde aus Frankfurt und Umgebung, von der Altsteinzeit bis zur frühen Eisenzeit. Im Neubau eine Ausstellung zum Vorderen Orient mit altiranischen Funden und eine Antikensammlung, die von der mykenischen Zeit bis in die Frühzeit der römischen Republik reicht. Im Langhaus steht die römische Geschichte Frankfurts, vor allem die Römerstadt Nida, mit Jupitergigantensäulen und Weihesteinen. Und dort steht das Malergrab. Das ist ein Grabinventar aus dem Gräberfeld an der Okarbener Straße, und es enthielt neben anderer Gebrauchskeramik 29 Farbtöpfe. Neunundzwanzig Farbtöpfe. Jemand hat einem Toten sein Handwerk mitgegeben. Seit 2024 ist hier auch die Frankfurter Silberinschrift zu sehen. Die römische Epoche dauerte im Frankfurter Raum von 83 nach Christus bis 260 nach Christus. Das frühe Mittelalter bis zur Karolingerzeit hat seinen Platz in der Annenkapelle. Zum Museum gehören außerdem Anlagen draußen in der Stadt: ein Schutzhaus mit römischen Töpferöfen in Heddernheim, der Archäologische Garten vor dem Dom und die Dokumentation zu fünf Kellergrundrissen aus dem 18. Jahrhundert, die vom Frankfurter Judenviertel am Börneplatz stammen. Diese Keller führen uns weiter. Sie liegen heute im Museum Judengasse, und das gehört zur nächsten Station.
Sie stehen am Archäologischen Museum, im ehemaligen Karmeliterkloster, Ecke Alte Mainzer Gasse und Karmelitergasse. Gegründet wurde es am 22. Juni 1937, bis 2002 hieß es Museum für Vor- und Frühgeschichte. Es zeigt die Geschichte Frankfurts von der Altsteinzeit bis in die Karolingerzeit.
Dieses Museum ist in einem alten Kloster. Hier liegen Dinge, die Menschen vor sehr langer Zeit verloren oder begraben haben und die später ausgegraben wurden. Die Römer waren hier von 83 bis 260 nach Christus. Sie hatten in der Nähe eine Stadt, die hieß Nida. Das Spannendste im Museum ist ein Grab. Darin lag jemand, der Maler war. Man hat ihm 29 Farbtöpfe mit ins Grab gelegt. Was würdest du jemandem mitgeben, der dein Lieblingshandwerk gemacht hat?
Koordinaten: 50.1089, 8.67853 · auf der Karte