Willkommen in Frankfurt an der Oder. Die Stadt hat rund 56.600 Einwohner und liegt in Brandenburg am Westufer der Oder. Der Fluss bildet hier die Staatsgrenze zu Polen, auf dem anderen Ufer liegt Słubice. Seit 1999 trägt Frankfurt die Zusatzbezeichnung Kleiststadt, nach seinem berühmtesten Sohn, dem Dichter Heinrich von Kleist. Und seit 1991 ist es mit der Europa-Universität Viadrina wieder Universitätsstadt. Von beidem hören Sie später mehr. Wir beginnen mit dem jüngsten Bau auf diesem Rundgang. Sie stehen vor dem Oderturm, einem Bürohochhaus mit fünfundzwanzig Etagen. Entworfen und gebaut hat ihn ein Kollektiv unter der Leitung der Architekten Hans Tulke und Paul Teichmann, zum Teil durch Jugendbrigaden. Von 1968 bis 1976 dauerte der Bau, fast acht Jahre. Geplant war ein Bürogebäude. Zur Eröffnung gab es aber auch 274 Betten für die Beschäftigten des Halbleiterwerks und 160 Betten für ein Jugendhotel, außerdem war hier ein Teil des Datenverarbeitungszentrums untergebracht. Im Erdgeschoss gab es eine Buchhandlung namens Ulrich von Hutten, einen Delikat-Laden mit vierhundert Quadratmetern Verkaufsfläche und ein Selbstbedienungsrestaurant. Es hieß Schnell-Gastronom, im Volksmund aber Glaskasten. In der 23. Etage lag das Panorama-Café. Auf der Rückseite der Rechnungen dieses Cafés stand eine Gästebefragung. Sie dokumentiert den Versuch, die typischen Gastronomieprobleme der DDR in den Griff zu bekommen. Das Ziel war hoch gesteckt: eine Gaststätte von ausgezeichneter Qualität. Dann kam die Wende. Von 1992 bis 1994 wurde das Haus nach den Plänen der Architektin Monika Krebs renoviert und umgebaut, für rund 200 Millionen D-Mark. Am 26. August 1993 wurde der Komplex mit seinen 41.000 Quadratmetern eingeweiht, mit einer modernen Einkaufspassage. Eine große Leuchtreklame kam hinzu, ein unübersehbares Wahrzeichen der Stadt. Heute bietet der Turm rund 1400 Arbeitsplätze, und 1999 wurde im 24. Stock ein Restaurant eröffnet. Schauen Sie an der Fassade nach oben und zählen Sie. Die fünfundzwanzigste Etage sieht man kaum. Sie ist eine Techniketage und etwas niedriger als die anderen. Auf dem Dach steht eine Sendeantenne, über die das Programm der Oderwelle auf UKW 91,7 verbreitet wird. Unser nächster Halt ist mehr als siebenhundert Jahre älter als dieser Turm: die Marienkirche.
Sie stehen vor dem Oderturm, einem Bürohochhaus mit fünfundzwanzig Etagen. Gebaut wurde er zwischen 1968 und 1976, zum Teil von Jugendbrigaden. Nach der Wende wurde er umgebaut und 1993 mit einer Einkaufspassage eingeweiht. Seine große Leuchtreklame ist ein Wahrzeichen der Stadt.
Du stehst vor einem Hochhaus, dem Oderturm. Es hat fünfundzwanzig Etagen und wurde fast acht Jahre lang gebaut, von 1968 bis 1976. Zum Teil haben es Jugendbrigaden gebaut. In der 23. Etage gab es ein Panorama-Café. Unten lag ein Restaurant, das die Leute Glaskasten nannten. Später wurde alles umgebaut, und eine große Leuchtreklame kam dazu. Auf dem Dach steht eine Antenne für ein Radioprogramm. Kannst du die Etagen zählen? Die fünfundzwanzigste ist kaum zu sehen. Sie ist niedriger als die anderen und nur für die Technik da.
Koordinaten: 52.3423, 14.5518 · auf der Karte