Sie stehen vor dem Idstedt-Löwen, auf Dänisch Istedløven. Zuerst Dazu zwei Angaben: Wikidata nennt für das Denkmal 1860. Eine Quelle erklärt das: 1860 war das Gipsmodell fertig, im Juni 1862 war der Bronzeguss vollendet, enthüllt wurde der Löwe am 25. Juli 1862. Es gibt also zwei Jahre. Geschaffen hat ihn der dänische Bildhauer Herman Wilhelm Bissen, zur Erinnerung an den Sieg der dänischen Truppen über die aufständischen Schleswig-Holsteiner in der Schlacht bei Idstedt 1850. Für ein anatomisch perfektes Bildwerk reiste Bissen nach Paris und studierte einen Löwen im Jardin des Plantes. Das Denkmal ist 7,20 Meter hoch, 3,80 Meter Sockel und 3,40 Meter Bronzestatue. Schauen Sie dem Löwen auf den Kopf: Er ist mit triumphal hochgerecktem Kopf dargestellt. Im Deutschen Kaiserreich nannte man ihn Laubfrosch. Es stand auf dem Alten Friedhof und schaute nach Süden, davor wehte der Danebrog. Für festen Untergrund wurden 200 deutsche Särge und Grüfte zerstört. Viele deutschgesinnte Schleswig-Holsteiner empfanden den Löwen als Schmach, denn er stand auf den Gräbern schleswig-holsteinischer Gefallener. Christian IX. lehnte die Teilnahme an der Enthüllung ab, weil er das Denkmal als Bruch mit der Kultur des Dänischen Gesamtstaates empfand. Am 28. Februar 1864 versuchten einige Flensburger, das Monument zu stürzen, dabei wurde der Schwanz abgebrochen. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg von 1864 veranlasste Bismarck die Demontage. 1867 transportierte man den Löwen mit den vier Sockelreliefs nach Berlin. Auf dänischer Seite wurde er nun zum Symbol des Verlusts der südlichen Landesteile, die zwei Fünftel der Fläche des Landes ausgemacht hatten. Man fertigte zahlreiche Miniaturen an, die in vielen nationalbewussten Haushalten standen. In Berlin wurde er zuerst im Hof des Zeughauses aufgestellt, 1878 in Lichterfelde. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich ein Journalist der Zeitung Politiken bei den US-Behörden für ihn ein. Im Herbst 1945 veranlasste Dwight D. Eisenhower den Transport nach Kopenhagen. Am 20. Oktober nahm König Christian X. den Löwen entgegen und äußerte die Hoffnung, er möge einmal wieder in Flensburg stehen. Das dauerte. Am 10. September 2011 wurde er hier enthüllt, an seinem ursprünglichen Standort. Eine Zinkkopie von 1874 steht noch immer am Wannsee in Berlin.
Sie stehen vor dem Idstedt-Löwen, einem Denkmal des dänischen Bildhauers Herman Wilhelm Bissen von 1862. Es erinnert an den dänischen Sieg in der Schlacht bei Idstedt 1850. Der Löwe kam nach Berlin, 1945 nach Kopenhagen und kehrte 2011 an seinen ursprünglichen Standort in Flensburg zurück.
Du stehst vor einem Löwen aus Bronze. Er ist mit Sockel 7,20 Meter hoch. Ein dänischer Bildhauer hat ihn 1862 gemacht, weil Dänemark eine Schlacht gewonnen hatte. Dafür reiste er nach Paris und sah sich einen echten Löwen genau an. Aber nicht alle mochten das Denkmal. Der Löwe wurde nach Berlin gebracht, später nach Kopenhagen, und erst 2011 kam er zurück nach Flensburg. Warum, glaubst du, wollten die Dänen ihren Löwen wiederhaben?
Koordinaten: 54.78531076, 9.42948818 · auf der Karte