Sie stehen vor dem Alten Rathaus. Der Bau wurde um 1420 als städtisches Kauf- und Steuerhaus errichtet. Er gilt mit seinem prächtigen Fachwerk-Südgiebel als Hauptwerk des alemannischen Fachwerkbaus. Zwischen 1586 und 1589 setzte Heinrich Schickhardt vor die Nordseite eine Giebelfront im Stil der Renaissance, mit einem zierlichen Uhrentürmchen. Unter seiner Leitung wurden ab 1586 auch wichtige Innenräume neu gestaltet. Dazu gehört die gewölbte Halle im Erdgeschoss, die sich an die Erdgeschosshalle des 1583 begonnenen Neuen Lusthauses in Stuttgart anlehnt. Die astronomische Uhr kennen Sie von der letzten Station. Dieser Quelle setzt sie auf 1592, der die Quelle zu Uhren auf 1589. Das Glockenspiel entstand 1926. Damals spendeten die Esslinger Bürger bei einer Renovierung 24 Glocken. 1976 erweiterte eine Bürgerinitiative es um fünf Glocken. Heute reicht der Tonumfang über mehr als zwei Oktaven. Mehr als 200 Lieder stehen zur Verfügung, gesteuert über Lochbänder. Es erklingt jeden Tag um 8, 12, 15, 18 und 19.30 Uhr. Eine Quelle setzt das Alte Rathaus in einen größeren Zusammenhang. Esslingen ist eine der wenigen Städte in Deutschland, die im Zweiten Weltkrieg keine nennenswerten Zerstörungen erfuhr. Die Architektur zeigt Beispiele aus über 1200 Jahren. Eine Quelle nennt weitere Bauten: Das Schwörhaus wurde gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut. Vom Balkon aus leisteten der Bürgermeister und die Bürger der Reichsstadt von 1376 bis 1802 am Schwörtag den Eid auf die Verfassung der Stadt. 1807 brach der Balkon ab. Am Hafenmarkt steht mit den Hausnummern 4 bis 10, erbaut 1328 bis 1331, die älteste bekannte Häuserzeile Deutschlands. Das frühere Zunfthaus der Schneider wurde 1819 zur Synagoge umgebaut, 1938 geschändet und dient seit März 2012 wieder als Synagoge. Und die Stadtmauer, erstmals 1241 erwähnt: Mit 28 Toren und etwa 50 Türmen galt Esslingen als uneinnehmbar.
Sie stehen vor dem Alten Rathaus. Es wurde um 1420 als städtisches Kauf- und Steuerhaus errichtet. Sein Fachwerk-Südgiebel gilt als Hauptwerk des alemannischen Fachwerkbaus. Zwischen 1586 und 1589 setzte Heinrich Schickhardt eine Giebelfront mit Uhrentürmchen davor.
Du stehst vor dem Alten Rathaus. Es ist über sechshundert Jahre alt, es wurde um 1420 gebaut. Damals war es ein Kaufhaus und ein Steuerhaus. Sein Fachwerk am Südgiebel gilt als Hauptwerk des alemannischen Fachwerkbaus. Vor die Nordseite haben Baumeister später eine Giebelfront mit einem Uhrentürmchen gesetzt. Dazu spielt täglich ein Glockenspiel, um 8, 12, 15, 18 und 19.30 Uhr. Esslingen ist eine der wenigen Städte, die im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört wurden. Wenn du um zwölf Uhr hier bist: Was hörst du?
Koordinaten: 48.74233, 9.30775 · auf der Karte