Sie stehen vor dem Haus Abt-Fulrad-Straße 3. Das Haus ist ein mittelalterliches Fachwerkhaus. 1488 wurde es als zweistöckiger Fachwerkbau auf einen spätmittelalterlichen Unterbau gesetzt, der zum Teil aus Buckelquadern besteht. Eine Quelle zum Alten Rathaus ergänzt, dass die Umfassungsmauern des Erdgeschosses aus dem 13. Jahrhundert stammen. Seit 1326 war in diesem Haus zunächst eine Lateinschule, später ein Gymnasium. Die Lateinschule ist erstmals 1279 urkundlich belegt. Das heutige Georgii-Gymnasium ist aus ihr hervorgegangen. 1910 zog die Schule in einen Neubau auf den Lohwasen, seit 1937 trägt sie den Namen Theodor Georgii. Um- und Anbauten gab es 1766 und in den Jahren 1813 bis 1818. Damals wurde ein zweigeschossiger Westflügel angebaut, der Teile der alten Stadtmauer einbezog. Eine spätgotische Pforte in der einstigen Stadtmauer führte zum Agnesfriedhof. Entworfen hat den Anbau Gottlieb Christian Eberhard von Etzel. Er zeigt die schlichten Formen des schwäbischen Klassizismus. Das Mauerwerk der Südseite wurde 1921 erneuert, 1953 kamen Arkaden im Erdgeschoss und ein neues Portal auf der Ostseite dazu. Unter dem Haus befindet sich das Geiselbachgewölbe. Heute dient es als Behördensitz. Schauen Sie vor das Haus, dort steht eine Stauferstele. Seit 2016 erinnert sie an den 30. Dezember 1213, den Tag, an dem König Friedrich II. die Stadtkirche mit dem gegenüberliegenden Pfleghof dem Domkapitel Speyer schenkte. Die Stauferzeit prägte die Stadt. Friedrich Barbarossa machte Esslingen 1181 spätestens zur Freien Reichsstadt. Mehrere Stauferherrscher hielten hier Hof, darunter Heinrich der Siebte und Konrad der Vierte. Im 13. Jahrhundert begann man mit dem Bau vieler großer Gebäude. Klöster entstanden, die Brücke über den Neckar stammt aus dieser Zeit. 1229 werden in einer Schenkung an das Kloster Salem erstmals das Esslinger Stadtrecht und das Amt des Schultheißen genannt.
Sie stehen vor dem Haus Abt-Fulrad-Straße 3, einem mittelalterlichen Fachwerkhaus. Es wurde 1488 auf einen spätmittelalterlichen Unterbau gesetzt. Bis 1910 war hier die Lateinschule. Heute sitzt hier eine Behörde.
Du stehst vor einem Fachwerkhaus. Es wurde 1488 gebaut. Hier war früher eine Schule, in der man Latein lernte. Das Georgii-Gymnasium geht auf diese Schule zurück. Der Unterbau besteht zum Teil aus Buckelquadern. Und unter dem Haus liegt das Geiselbachgewölbe. Heute sitzt hier eine Behörde. Bis 1910 wurde hier unterrichtet, dann zog die Schule in einen Neubau. Hättest du gern Latein gelernt?
Koordinaten: 48.7422, 9.30521 · auf der Karte