Sie stehen auf dem Kennedyplatz, einem zentralen Platz im Essener Stadtkern. Vor dem Zweiten Weltkrieg gab es hier keinen Platz. Das Gebiet im damaligen Zentrum der Altstadt war dicht mit kleineren Häusern bebaut. Die Innenstadt war im Krieg zu rund 90 Prozent zerstört worden, und auch dieser Bereich lag überwiegend in Schutt und Asche. Nach der Währungsreform ließ die Stadt ab März 1949 provisorisch einstöckige Geschäftsbauten errichten, um Verkaufsflächen an den Einzelhandel zu verpachten. 1952 wurde im südlichen Bereich das Amerikahaus fertig, dazu gleich mehr. 1953 sah die Stadtplanung größere Freiflächen für die Innenstadt vor. Neben dem geistlich geprägten Burgplatz am Münster sollte ein weltlicher Platz entstehen. Er erhielt am 18. Oktober 1954 den Namen Gildenplatz, um die Tradition der Essener Bürger- und Kaufmannschaft zu betonen. Die Provisorien wurden niedergelegt, danach entstanden die meisten heutigen Gebäude ringsum, etwa das Heroldhaus im Süden und das elfstöckige Gildenhaus. Am 17. Dezember 1963 wurde der Gildenplatz umbenannt, in Gedenken an den am 22. November 1963 ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Wikidata nennt 1953, das ist das Jahr, in dem die Stadtplanung den Platz vorsah. Das alte Essener Rathaus, das den Nordosten des Platzes berührte, wurde 1964 abgebrochen. Im März 1979 stand hier kurzzeitig das Denkmal des Wachsamen Hähnchens, wegen eines Umbaus des Kurienplatzes, seit Oktober 1980 ist es wieder dort. Das heutige Aussehen stammt von 1989: Sitzgelegenheiten und neue Bäume um eine große Freifläche, und vor dem Amerikahaus ein runder Brunnen von etwa zehn Metern Durchmesser, mit einer Kugel aus kalmar-rotem Granit. Hinter dem Europahaus steht seit dem 24. März 1996 die Spitzer-Spirale von Serge Spitzer. Sie ist aus einem Doppel-T-Träger geformt, acht Meter hoch, fünf Meter im Durchmesser, und wiegt rund 22 Tonnen. Seit 1972 findet hier der Essener Weihnachtsmarkt statt, seit 1996 das Stadtfest Essen. Original, seit 2000 Essen On Ice mit Schlittschuh- und Rodelbahn.
Sie stehen auf dem Kennedyplatz. Er entstand nach dem Zweiten Weltkrieg auf einem zerstörten, einst dicht bebauten Areal und hieß zuerst Gildenplatz. Am 17. Dezember 1963 wurde er nach dem ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy benannt. Seit 1972 findet hier der Weihnachtsmarkt statt.
Du stehst auf einem großen Platz. Früher standen hier viele kleine Häuser. Im Krieg wurde fast alles zerstört. Danach entstand der Platz, zuerst hieß er Gildenplatz. 1963 bekam er den Namen von John F. Kennedy, einem US-Präsidenten, der ermordet worden war. Vor dem Amerikahaus ist ein runder Brunnen mit einer Kugel aus rotem Granit. Hinter dem Europahaus steht eine Spirale, acht Meter hoch. Im Winter gibt es hier einen Weihnachtsmarkt. Findest du die rote Kugel im Brunnen?
Koordinaten: 51.4565, 7.01102778 · auf der Karte