Stadtohr

Stadtrundgang Essen · Station 3 von 16

Jahrhundertbrunnen Essen

1907 · brunnen, preußen, denkmal, arbeit

Ausführlich

Vor der Friedenskirche steht der Jahrhundertbrunnen, ein Denkmal von 1907. Er erinnert an einen Tag im Jahr 1802. Damals nahmen preußische Truppen die bis dahin selbstständige Stadt Essen, das Damenstift und die Reichsabtei Werden in Besitz, als Entschädigung für linksrheinische Gebiete, die in den Koalitionskriegen an Frankreich verlorengegangen waren. Die Inschrift auf der Rückseite nennt den Tag: Stadt und Stift Essen vereinigt mit dem Königreich Preussen am 3. August 1802. Die Stadt Essen stiftete den Brunnen. Die Grundsteinlegung wurde am 3. August 1902 gefeiert, genau hundert Jahre danach, mit einer Militärkapelle, die das Gebet aus Wagners Lohengrin spielte. Eingeweiht wurde der Brunnen erst am 3. August 1907. Danach zog ein Festumzug zum Markt, über die Kettwiger Straße und die Huyssenallee bis zum Stadtgarten: Kriegervereine und Männergesangsvereine, Turnvereine und Arbeitervereine, Feuerwehren, Innungen, Schützenvereine. Im Stadtgarten gab es ein Feuerwerk. Schauen Sie jetzt auf die Figur in der Mitte. Der Münchner Bildhauer Ulfert Janssen schuf sie aus Muschelkalk, im Stil von Adolf von Hildebrand. Er hatte den Wettbewerb um den Entwurf gewonnen. Der Stein kommt aus Heidingsfeld, heute ein Stadtteil von Würzburg. Es ist ein sitzender Arbeiter mit Schmiedehammer, übergroß, und er steht für die Arbeit als solche. Zu seinen Seiten sitzt je eine spielende Putte, aus der Mauer fließt Wasser ins Becken. Die Inschrift lautet: Rüstig zur Arbeit, froh in der Rast. Links sehen Sie das Essener Stadtwappen mit der Zahl 1802, rechts das Wappen Preußens mit der Zahl 1902. Ursprünglich stand der Brunnen frei. Von 1914 bis 1916 baute man dahinter die Friedenskirche. Die Mauer ihres erhöhten Vorplatzes bildet bis heute die verbreiterte Brunnenmauer. 1993 kam der Brunnen auf die Denkmalliste, 2012 wurde seine Einfassung erneuert.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Jahrhundertbrunnen von 1907, direkt vor der Friedenskirche. Er erinnert an die Vereinigung von Stadt und Stift Essen mit Preußen im Jahr 1802. Der Münchner Bildhauer Ulfert Janssen schuf ihn aus Muschelkalk. In der Mitte sitzt ein riesiger Arbeiter mit Schmiedehammer.

Für Kinder

Du stehst vor einem Brunnen mit einer riesigen Figur. Es ist ein Arbeiter, der sitzt und einen Schmiedehammer hält. Er ist aus Muschelkalk gemacht, einem hellen Stein. Der Arbeiter steht für die Arbeit überhaupt. Der Brunnen erinnert an das Jahr 1802, als Stadt und Stift Essen zu Preußen kamen. Auf ihm steht: Rüstig zur Arbeit, froh in der Rast. Findest du die zwei kleinen Putten, die zu beiden Seiten sitzen und spielen? Aus der Mauer fließt Wasser ins Becken.

Quellen

Koordinaten: 51.4561, 7.01643 · auf der Karte

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