Stadtohr

Stadtrundgang Düsseldorf · Station 10 von 16

Gänsebrunnen (Düsseldorf)

1956 · brunnen, nachkriegszeit, radschläger

Ausführlich

Sie stehen am Gänsebrunnen, an der Einmündung des Marktplatzes zur Zollstraße. Diese Station ist die kürzeste des Rundgangs, weil über diesen Brunnen wenig überliefert ist, und ich schmücke nichts aus. Was belegt ist, lässt sich in wenigen Sätzen sagen, und es lohnt, dafür genau hinzuschauen. Der Brunnen steht nicht frei. Er ist in die Außenwand des Gebäudes Marktplatz 6 eingebaut, und dieses Haus kennen Sie schon: Es ist der dritte Flügel des Rathauses, von 1952 bis 1956 vom städtischen Hochbauamt nach Entwurf von Julius Schulte-Frohlinde errichtet, und darin saß die Kämmerei, die Kasse der Stadt. Der Brunnen gehört also zur Nachkriegszeit, nicht zum alten Markt. Geschaffen hat ihn Willy Meller im Jahr 1956. Die Figurengruppe ist grün patiniert und zeigt drei Gänse, die Wasser speien. Auf der linken Seite kommt eine Wasserschlange dazu, die auf einen Rost speit. Auf diesem Rost stehen zwei Dinge nebeneinander: die Jahreszahl 1956 in lateinischen Zahlen und der Düsseldorfer Radschläger. Das ist der einzige Hinweis, den das Werk selbst auf seine Stadt gibt. Gehen Sie ein paar Schritte zur Seite und sehen Sie auf die Bodenplatte, auf der rechten Seite, wo der Abfluss liegt. Dort wiederholt sich das Schlangenmotiv. Ein Detail noch, das zeigt, wie beweglich solche Werke sind: Für die Sanierung der Kämmerei wurde der Gänsebrunnen abgebaut, zusammen mit dem Bergischen Löwen, der westlich des Gebäudes auf einer Säule steht. Mehr steht in der Quelle nicht, und mehr sage ich nicht.

Kurzfassung

Sie stehen am Gänsebrunnen, an der Einmündung des Marktplatzes zur Zollstraße. Er ist in die Außenwand des Gebäudes Marktplatz 6 eingebaut, der früheren städtischen Kämmerei. Willy Meller schuf ihn 1956. Drei grün patinierte Gänse speien Wasser.

Für Kinder

Schau an die Hauswand. Dort sind drei Gänse aus Metall, und sie spucken Wasser. Der Künstler Willy Meller hat sie 1956 gemacht. Das Metall ist Bronze, und weil Bronze an der Luft grün wird, sind die Gänse grün. Links ist eine Wasserschlange. Sie spuckt auf ein Gitter, und darauf siehst du zwei Dinge: die Zahl 1956 in römischen Zahlen und ein Kind, das ein Rad schlägt. Dieses Radschlägerkind ist ein Zeichen für Düsseldorf. Such es einmal. Warum es Gänse sind, weiß man nicht. Was würdest du raten?

Quellen

Koordinaten: 51.2256, 6.77154 · auf der Karte

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