Stadtohr

Stadtrundgang Düsseldorf · Station 12 von 16

Breidenbacher Hof

1812 · hotel, klassizismus, wiederaufbau, königsallee

Ausführlich

Sie stehen am Breidenbacher Hof, einem Luxushotel zwischen Königsallee und Heinrich-Heine-Allee. Der Eingang liegt an der Theodor-Körner-Straße, die Altstadt grenzt direkt an. Dieses Haus wurde mehrmals zerstört oder abgerissen und neu gebaut. 1806 ersteigerte Wilhelm Breidenbach, der zuvor in der Altstadt eine Gaststätte betrieben hatte, ein Eckgrundstück an der Alleestraße, um ein Grand Hotel zu errichten. Von 1808 bis 1812 entstand nach Plänen von Adolph von Vagedes ein klassizistischer Bau, 1812 wurde das Hotel eröffnet. Es gab Ärger: Ein neu errichtetes Gymnasium verdeckte die Fassade, und die Schüler machten Lärm. Breidenbachs Vision vom freistehenden Prachthotel wurde erst nach seinem Tod Wirklichkeit, als das Gymnasium abgerissen und das Kaufhaus Tietz gebaut wurde. Das Hotel lag zwischen dem neuen Bahnhof an der Königsallee und den Posthaltereien in der Altstadt und wurde zu einer der besten Adressen der Stadt. Könige und Königinnen, Adelige, Politiker und Künstler nächtigten hier. 1872 verkaufte Julius Disch das Haus an die Düsseldorfer Baubank, die es durch einen Neubau der Architekten Boldt & Frings ersetzen ließ. Von 1899 bis 1901 wurde noch einmal umgebaut, Ende der 1920er Jahre nach Plänen von Emil Fahrenkamp, fertig 1928. Am Pfingstsamstag 1943 zerstörte ein Bombenangriff das Hotel völlig. Am 15. August 1950 wurde es mit 150 Betten wieder eröffnet, wieder aufgebaut nach Plänen von Fahrenkamp. 1979 eröffnete die Sängerin und Unternehmerin Regine Zylberberg im Untergeschoss ihren Nachtclub Regine's, in dem Filmpremieren gefeiert wurden. 1985 kaufte Georg Rafael, Gründer der Regent-Hotelkette, das Traditionshaus. 1999 wurde das Hotel für eine Sanierung geschlossen. Bald zeigte sich, dass sich das Haus wegen seiner schlechten Bausubstanz nicht mehr erhalten ließ. Es zerfiel, bis es 2005 abgerissen wurde. Nach einer fast dreijährigen Bauphase eröffnete das Hotel am 19. Mai 2008 wieder. Bis April 2021 führte die West Paces Hotel Group es unter der Luxusmarke Capella, seitdem leitet es Cyrus Heydarian. Eine Übernachtung kostete Ende 2023 durchschnittlich 500 Euro, das günstigste Zimmer 350 Euro, die teuersten Suiten bis zu 14.000 Euro pro Nacht. Ab dem Sommer 2024 war ein kompletter Umbau des Interieurs vorgesehen, weg von Gold, Leder und Mahagoni. Als Nächstes folgt das Wilhelm-Marx-Haus an der Heinrich-Heine-Allee.

Kurzfassung

Sie stehen am Breidenbacher Hof, einem Luxushotel an der Königsallee. Das erste Haus baute Adolph von Vagedes von 1808 bis 1812. Es wurde mehrfach umgebaut, 1943 zerstört und 1950 wieder aufgebaut. 2005 wurde es abgerissen. Am 19. Mai 2008 eröffnete das heutige Hotel.

Für Kinder

Das ist ein sehr teures Hotel, der Breidenbacher Hof. Eine Übernachtung kostete Ende 2023 im Durchschnitt 500 Euro. Das Hotel wurde 1812 eröffnet. Im Jahr 1943 zerstörten Bomben das Haus, 1950 war es wieder aufgebaut. 1999 wurde es geschlossen, 2005 abgerissen und neu gebaut. 2008 eröffnete es wieder. Was würdest du in so einem teuren Hotel erwarten?

Quellen

Koordinaten: 51.225278, 6.777778 · auf der Karte

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