
Sie stehen vor der evangelischen Petrikirche. Sie ist eine westfälische Hallenkirche im hochgotischen Stil. Mittelschiff und Seitenschiffe sind gleich hoch, der Grundriss ist fast quadratisch, der Chor vergleichsweise kurz. Sie liegt unmittelbar am Westenhellweg in der Innenstadt. Der Bau der dreijochigen Hallenkirche aus hellem Sandstein begann 1322. Mit dem Turm wurde 1396 begonnen, 1469 war er bis zur Uhr vollendet. Erst 1523 kam der Turmhelm. Schauen Sie hinauf. Auffällig ist der überhoch wirkende Turmhelm. Er ist das Ergebnis eines alten Wettstreits um den höchsten Kirchturm der Stadt zwischen Reinoldikirche und Petrikirche im 15. und 16. Jahrhundert. Der Helm hat etwa 60 Meter Höhe, die gesamte Höhe beträgt 105 Meter. Die Reinoldikirche liegt mit 104 Metern knapp dahinter. 1752 stürzte der Turmhelm ein und war lange nicht mehr in dieser Form zu sehen. Er wurde erst nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs am 17. November 1981 in seiner historischen Höhe erneuert. Am 23. Mai 1943 wurde die Kirche zerstört. Der Wiederaufbau von 1954 bis 1966 orientierte sich an der mittelalterlichen Form mit Quersatteldächern über den Seitenschiffen, die eine Reihe kleiner Spitzgiebel zeigen. Im Inneren steht das Goldene Wunder von Westfalen, ein spätgotischer Flügelaltar von 1521, ein Antwerpener Retabel. Geschlossen zeigt er die Anbetung der Eucharistie. Im ersten aufgeklappten Zustand sind 36 detaillierte Bilder zu sehen. Die Festtagsseite zeigt 30 Gefache mit vergoldeten Schnitzfiguren. Auch die Orgel hat eine Geschichte. Die Nachkriegsorgel füllte den Raum nie so recht. Orgelbau Schulte baute stattdessen eine 1868 für eine englische Kirche bei Leeds erbaute Orgel um. Das neue Instrument wurde am 6. September 2015 eingeweiht. Der schlichte Kubus ist 7,5 Meter hoch und enthält 1.049 Pfeifen. Der fahrbare Spieltisch ist über ein LAN-Kabel mit der Orgel verbunden. Die vier historischen Bronzeglocken wurden bei der Zerstörung der Kirche vernichtet. Heute läuten fünf Gussstahlglocken des Bochumer Vereins.
Sie stehen vor der Petrikirche, einer evangelischen Hallenkirche im hochgotischen Stil. Ihr Bau begann 1322. Mit 105 Metern ist der Turm knapp höher als der von St. Reinoldi. Im Inneren steht das Goldene Wunder von Westfalen, ein Schnitzaltar von 1521.
Du stehst vor der Petrikirche. Der Turm ist 105 Meter hoch. Die Reinoldikirche in der Nähe ist 104 Meter hoch, also nur einen Meter niedriger. Das ist kein Zufall: Im 15. und 16. Jahrhundert wetteiferten die beiden Kirchen darum, wer den höchsten Turm hat. Drinnen steht ein Altar mit dem Namen Goldenes Wunder von Westfalen. Er zeigt vergoldete Schnitzfiguren in 30 Fächern. Kannst du dir vorstellen, wie hoch hundertfünf Meter sind?
Koordinaten: 51.5147, 7.46028 · auf der Karte