Stadtohr

Stadtrundgang Dortmund · Station 14 von 16

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund

1883 · museum, kulturgeschichte, entartete kunst, art déco

Museum für Kunst und Kulturgeschichte Dortmund
Foto: siehe Dateiseite, siehe Dateiseite · Wikimedia Commons

Ausführlich

Sie stehen vor dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Es befindet sich in der ehemaligen Städtischen Sparkasse, 1924 von Hugo Steinbach im Art-déco-Stil erbaut. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Am 25. Juni 1883 beschloss die Stadtverordnetenversammlung auf Anregung des Historikers und Gymnasiallehrers Eduard Roese, eine „Sammelstelle“ für historische und künstlerische Gegenstände anzulegen. Erster Leiter wurde der Zeichenlehrer Albert Baum. Die Sammlung zog oft um: Von 1899 bis 1905 war sie im frisch restaurierten Alten Rathaus, 1911 zog sie in das frei gewordene Oberbergamt, wo das Museum 70 Räume umfasste. 1937 geschah das Schlimmste. In der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmten die Nationalsozialisten eine große Zahl von Kunstwerken aus der Sammlung, ein großer Teil wurde vernichtet. Betroffen waren unter anderem Werke von Max Beckmann, George Grosz und Ernst Ludwig Kirchner. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Bestände ausgelagert und so vor der Zerstörung gerettet. Von 1946 an wurde die Sammlung in angemieteten Räumen im Schloss Cappenberg bei Lünen gezeigt. Dazu kamen Kunstschätze aus zerstörten Kirchen Westfalens, etwa der Marienaltar von Conrad von Soest aus der Dortmunder Marienkirche. Weil für einen Neubau das Geld fehlte, blieb es lange dabei. 1977 beschloss der Stadtrat den Umzug in das Art-déco-Gebäude der alten Stadtsparkasse an der unteren Hansastraße. Im November 1983 wurde das neue Museum eröffnet. Die Abteilungen führen von der Steinzeit und den Antiken im Erdgeschoss durch das Mittelalter bis zu Gemälden des 19. Jahrhunderts, unter anderem von Caspar David Friedrich, Max Slevogt und Lovis Corinth. Im dritten Stock steht ein Mercator-Erdglobus von 1541. In der zweiten Etage steht eine Apotheke aus Ahlen mit dem Originalinventar des 18. Jahrhunderts. Auf der vierten Etage geht es um die Geschichte des Vermessungswesens. Am Ostwall 60 ist das Deutsche Kochbuchmuseum als Außenstelle angegliedert.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Es sitzt in der 1924 von Hugo Steinbach erbauten ehemaligen Städtischen Sparkasse. Die städtische Sammlung geht auf einen Beschluss vom 25. Juni 1883 zurück.

Für Kinder

Du stehst vor dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte. Es ist in einem Haus, in dem früher eine Sparkasse war. Das Museum sammelt alte Dinge aus Dortmund: Bilder, Möbel und Kunsthandwerk, bis zurück zur Steinzeit. 1883 wurde die Sammlung beschlossen. Im Museum steht ein Globus von Mercator aus dem Jahr 1541. Und es gibt eine ganze alte Apotheke aus Ahlen, mit den Sachen von damals. Im Krieg hat man die Kunst weggebracht, damit sie nicht zerstört wird. Was würdest du in so ein Museum stellen?

Quellen

Koordinaten: 51.5166, 7.463 · auf der Karte

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