Willkommen in Detmold. Wir beginnen am LWL-Museum Hellerlecht. Bis 2006 hieß es Westfälisches Freilichtmuseum Detmold, danach bis Juli 2026 LWL-Freilichtmuseum Detmold. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Zuerst ein Satz zur Stadt. Detmold ist mit 74.438 Einwohnern die größte Stadt im Kreis Lippe. Von 1468 bis 1918 war sie Residenzstadt der Herren, Grafen und Fürsten zur Lippe. Ihre Bauten begleiten uns auf diesem Rundgang. Nun zum Museum. Am 22. Juli 1960 beschloss der Landschaftsverband, ein Freilichtmuseum zu gründen, auf einem Gelände von 80 Hektar am Königsberg, zwischen Detmold und Heiligenkirchen. Es sollte den Wandel des bäuerlichen Lebens von 1550 bis 1800 zeigen. Leiter wurde der Volkskundler Josef Schepers. Im Mai 1966 begannen die Bauarbeiten, am 7. Juli 1971 wurde eröffnet. Fünf Baugruppen standen damals: der Osnabrücker Wiehengebirgshof, der Mindener Hof, ein Doppelheuerhaus, ein Tecklenburger Kötterhaus und der Münsterländer Gräftenhof. Danach wuchs das Museum. 1975 verschob man die Grenze der Darstellung von 1800 auf 1900, und 1992 reichte der Sammlungsauftrag bis in die Gegenwart. Heute stehen auf 90 Hektar etwa 120 historische Gebäude, nach eigenen Angaben ist es das größte Freilichtmuseum Deutschlands. Die größte Baugruppe ist das Paderborner Dorf mit siebzig Gebäuden. Im Zentrum liegen die Kirche auf dem ehemaligen Wehrfriedhof, der Dorfanger und der Dorfteich, die Höfe stehen zum Teil Giebel an Giebel. Das Dorf gibt den Zustand um 1900 wieder, doch Häuser des 16. Jahrhunderts stehen neben Häusern des 19. Jahrhunderts. Es sind Wohn- und Arbeitsstätten von Bauern und Handwerkern, Tagelöhnern und Händlern, von Pfarrer und Rentmeister, dazu Kirche, Schule und Spritzenhaus. Eines dieser Häuser, das Ackerbürgerhaus, wurde 1730 in Gütersloh gebaut. 1971 baute man es dort ab, von 1981 bis 1983 wieder hier auf. Berühmt ist es für seine zweiflügelige Rokokotür. Das älteste Objekt des Museums ist ein Brunnengewände aus dem 12. Jahrhundert. Man fand es 1981 bei Ausgrabungen nahe Schieder, ummantelte es und brachte es im Ganzen hierher. Lebendig ist das Museum auch: Seit 1985 liegt ein Schwerpunkt auf der Landschaftsökologie, seit 2001 züchtet es Senner Pferde. Zuletzt zum Namen. Im Juni 2025 beschloss der LWL-Landschaftsausschuss die Umbenennung in LWL-Museum Hellerlecht, Westfälisches Landesmuseum für Kultur und Geschichte. Ab 2026 soll das Museum ganzjährig geöffnet sein, wobei nur ein Teil des Geländes Freilichtgelände bleibt. Jetzt gehen wir in die Stadt.
Sie stehen am LWL-Museum Hellerlecht, bis 2006 Westfälisches Freilichtmuseum Detmold. Es wurde am 7. Juli 1971 eröffnet und zeigt rund 120 historische Gebäude auf 90 Hektar. Nach eigenen Angaben ist es das größte Freilichtmuseum Deutschlands. Träger ist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe.
Stell dir ein Dorf vor, in dem die Häuser aus ganz verschiedenen Orten stammen. Genau das ist dieses Museum. Die Häuser standen früher woanders. Man hat sie abgebaut und hier wieder aufgebaut. Ein Haus kam aus Gütersloh, es ist von 1730. Es gibt sogar eine Tankstelle, die zeigt, wie es in den 1960er Jahren aussah. Und es gibt Tiere, die Lippegans und das Bentheimer Landschaf, zwei alte Haustierrassen. Das Museum wurde 1971 eröffnet und hat rund 120 Gebäude. Was meinst du: Welches Haus würdest du dir zuerst ansehen?
Koordinaten: 51.923611111, 8.87 · auf der Karte