Sie stehen vor der Lippischen Landesbibliothek, genauer: Lippische Landesbibliothek / Theologische Bibliothek und Mediothek. Sie ist eine wissenschaftliche Universal- und Regionalbibliothek für Ostwestfalen-Lippe, Träger ist der Landesverband Lippe. Fangen wir beim Haus an. Es ist ein klassizistisches Palais, das der Detmolder Großkaufmann Johann Wilhelm Ebert von 1842 bis 1843 als Privathaus und Residenz bauen ließ. Seit 1886 sitzt die Bibliothek hier, nachdem Fürst Woldemar es erworben hatte. Die Bibliothek ist aber viel älter als das Haus. Sie geht auf die Büchersammlung des gebildeten Landesherrn Graf Simon VI. zurück, der von 1554 bis 1613 lebte. 1614 stiftete Graf Simon VII. diesen Grundbestand der Lateinschule, dem heutigen Gymnasium Leopoldinum, als Gräflich Öffentliche Bibliothek. Man nannte sie auch Bibliothek auf dem Schulhofe. Die eigentliche Gründerin war die Regentin Fürstin Pauline, geprägt von den Bildungsidealen der Aufklärung. Sie führte die gräfliche Bibliothek mit anderen Büchersammlungen im Fürstentum zur Fürstlich Öffentlichen Bibliothek zusammen. Ihren heutigen Namen erhielt die Bibliothek 1919, als das ehemals landesherrliche Eigentum auf den Freistaat Lippe überging. Heute stehen hier gut 700.000 Bücher und 1.200 Zeitschriften, über 100.000 Bände frei zugänglich im Regal. Zu den Sondersammlungen gehören die Lippische Regionaldokumentation, das Lippische Literaturarchiv und der Historische Bestand des Detmolder Hoftheaters. Irgendwann reichte der Platz nicht mehr. Wegen Kapazitätsproblemen und Schimmelbefall im Magazin II aus den 1980er Jahren begann 2007 die Planung eines neuen Magazins. Gebaut wurde von 2011 bis 2013, am 8. März 2013 weihte man es ein. Seitdem passt rund eine Million Titel hinein. Seit August 2015 ist die Bibliothek über ein gemeinsames Foyer mit der Musikbibliothek der Hochschule für Musik verbunden. Die Hochschule begegnet uns später noch im Neuen Palais. Eine Zahl zum Schluss: Otto Preuß leitete die Bibliothek von 1838 bis 1890, zweiundfünfzig Jahre lang.
Sie stehen vor der Lippischen Landesbibliothek. Sie geht auf eine Büchersammlung zurück, die Graf Simon VII. 1614 der Lateinschule stiftete. Untergebracht ist sie in einem klassizistischen Palais, das der Kaufmann Johann Wilhelm Ebert 1842 bis 1843 baute. Seit 1886 sitzt sie hier.
In diesem Haus stehen sehr viele Bücher, über 700.000. Die Bibliothek ist uralt: 1614 schenkte ein Graf einer Schule eine große Sammlung von Büchern. Später sammelte eine Fürstin namens Pauline mehrere Büchersammlungen im Land zusammen. Das Haus selbst wurde von 1842 bis 1843 für einen Kaufmann gebaut, er hieß Johann Wilhelm Ebert und wohnte hier. Seit 1886 stehen hier die Bücher. Was glaubst du: Wie lange würdest du brauchen, um 700.000 Bücher zu lesen?
Koordinaten: 51.9302, 8.88173 · auf der Karte