Stadtohr

Stadtrundgang Cuxhaven · Station 13 von 16

Schloss Ritzebüttel

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Ausführlich

Sie stehen vor Schloss Ritzebüttel, dem Sitz der Hamburger Amtmänner. Das Schloss gründet sich auf einen Wohnturm, der um 1340 für die Lehnsherren von Sachsen-Lauenburg errichtet wurde, nur 30 Jahre nach dem äußerlich ähnlichen Turm auf der Hamburger Insel Neuwerk. Dann gab es Streit mit Hamburg und 1393 eine Belagerung durch die Hansestadt. Am 31. Juli 1394 ging die Burg von den Lappes in den Besitz Hamburgs über. Für Hamburg war der Ort ein wertvoller Besitz: Von hier ließ sich die Unterelbe kontrollieren, es gehörten größere Ländereien dazu, die Stadt bekam Zugang zu einem Winternothafen, und man konnte schneller gegen die Seeräuber der Nordsee vorgehen. Der Wikipedia-Quelle zur Stadt sagt, die Hafensiedlung Cuxhaven und das Amt Ritzebüttel gehörten vom 13. Jahrhundert bis 1937 zu Hamburg. Der die Quelle zu Schloss nennt für die Burg den 31. Juli 1394. Ich nenne Ihnen beide Angaben. Schauen Sie auf den Turm, den Kern der ganzen Anlage. Er ist aus Backstein. Als Hamburg die Burg übernahm, wurden die Mauern auf drei Meter Dicke erweitert und der Turm auf 21 Meter erhöht, der Dachstuhl maß noch einmal neun Meter. Große Zinnen krönen ihn, und von außen ist er seit seiner Erbauungszeit weitgehend unverändert. Davor steht ein fünfachsiger barocker Vorbau. Er ersetzte im 18. Jahrhundert einen Fachwerkanbau des 17. Jahrhunderts mit drei Türmchen und einem großen Tor, der das Hamburger Stadtwappen zitierte. Drinnen liegt noch das gotische Backsteingewölbe der ersten Bauphase. Über 500 Jahre residierten hier Hamburger Amtmänner, größtenteils Senatoren, darunter der Dichter Barthold Heinrich Brockes. Das Amt war nicht sonderlich beliebt: tief in der Provinz, knapp drei Tagesreisen von den Annehmlichkeiten Hamburgs entfernt. 1864 wurden Justiz und Verwaltung getrennt, die Amtmänner verloren einen Großteil ihres Einflusses. 1937 wurde Cuxhaven mit dem Groß-Hamburg-Gesetz gegen Altona, Harburg-Wilhelmsburg und Wandsbek an Preußen getauscht. Das Schloss verlor endgültig seine politische Bedeutung. Bis 1981 nutzte man es für unterschiedliche Zwecke, dann war es stark sanierungsbedürftig. Die Arbeiten dauerten aus Geldmangel bis 1996. Heute gibt es ein Restaurant, Ausstellungsräume und ein Trauzimmer. Im Park stehen das Schweizerhaus von 1847, ein Teehaus, und das Kriegerehrenmal von 1932, das architektonisch der Kugelbake ähnelt.

Kurzfassung

Sie stehen vor Schloss Ritzebüttel. Es war der Wohnsitz der Hamburger Amtmänner und stammt zum Teil noch aus dem 14. Jahrhundert. Es gehört zu den ältesten erhaltenen Profanbauten der Norddeutschen Backsteingotik in der Region. Heute ist es für Besucher zugänglich.

Für Kinder

Du stehst vor einer alten Burg, die ein Schloss wurde. Das Herz ist ein Turm aus Backstein, er wurde um 1340 gebaut. Die Mauern sind drei Meter dick. 1394 kam die Burg zu Hamburg. Danach wohnten hier über 500 Jahre lang Amtmänner aus Hamburg. Das Amt war nicht sehr beliebt, denn bis Hamburg waren es knapp drei Tagesreisen. Heute kannst du das Schloss besichtigen. Es gibt dort auch ein Trauzimmer. Würdest du in einem Turm wohnen wollen, der so weit von der Stadt entfernt ist?

Quellen

Koordinaten: 53.8571, 8.69842 · auf der Karte

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