Willkommen in Cottbus, niedersorbisch Chóśebuz. Wir beginnen bei dem, was dieser Stadt ihren Namen gab. Cottbus liegt in der Niederlausitz und hatte am 31. Dezember 2025 95.140 Einwohner. Nach Potsdam ist es die bevölkerungsreichste Stadt Brandenburgs. Der Name geht auf einen niedersorbischen Personennamen zurück: Chóśebud, das bedeutet wachfroher oder wachsamer Held. Cottbus ist also die Siedlung des Chóśebud. Am 30. November 1156 wird der Ort zum ersten Mal urkundlich erwähnt, in der Schreibweise Chotibus. Im 8. Jahrhundert folgte hier der westslawische Stamm der Lusitzi. Er erbaute auf einer Talsandinsel am Westufer der Spree einen Burgwall, und im Schutz der Burg legten die Wenden eine Siedlung an. Obwohl heute nur eine kleine sorbische Minderheit in der Stadt lebt, gilt Cottbus als politisch-kulturelles Zentrum der Sorben in der Niederlausitz. Sie stehen vor dem Wendischen Museum, dem zentralen Museum zu Kultur und Geschichte der Sorben und Wenden. Es besitzt die größte niedersorbische Trachtensammlung, darunter zahlreiche Spreewaldtrachten. Fünfzehn Ausstellungsräume, über vierzig Sonderausstellungen bisher, und alle Ausstellungen sind zweisprachig deutsch-sorbisch gestaltet. Achten Sie drinnen auf die Beschriftung. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt für dieses Museum das Jahr 1908. Das ist das Jahr, in dem im Cottbuser Heimatmuseum eine Wendische Bauernstube eingerichtet wurde. Sie bestand bis in die NS-Zeit, ihr Ausstellungsgut ging nach dem Zweiten Weltkrieg verloren. Das heutige Museum eröffnete erst am 3. Juni 1994. Dazwischen liegt eine Geschichte mit Umwegen. 1980 wurde in der DDR im Schloss Branitz ein Museum für niedersorbisches Schrifttum eingerichtet, zuerst als ständige Ausstellung, dann als Wanderausstellung. Kurz darauf wurde die Sammlung magaziniert. Nach 1985 konzipierte man aus dem Bestand im Magazin eine neue ständige Ausstellung. Sie sollte neben Schrifttum auch Musik, Volkstum und bildende Kunst zeigen. Seit dem 1. Januar 2016 war das Haus wegen Umbaus geschlossen, 2019 waren die Arbeiten abgeschlossen. Die Wiedereröffnung mit neuer Dauerausstellung war am 28. Oktober 2020. Der nächste Halt liegt an der Spree und ist nur noch zum Teil erhalten: das Wichernhaus.
Sie stehen vor dem Wendischen Museum, niedersorbisch Serbski muzej. Es ist das zentrale Museum zu Kultur und Geschichte der Sorben und Wenden in der Niederlausitz und besitzt die größte niedersorbische Trachtensammlung. Das heutige Museum wurde am 3. Juni 1994 eröffnet.
Du stehst vor einem Museum für die Sorben, die man auch Wenden nennt. Sie sind eine Minderheit in der Niederlausitz. Die Stadt heißt auf Niedersorbisch Chóśebuz. Der Name kommt von einem Mann namens Chóśebud, das heißt wachsamer Held. Cottbus ist also die Siedlung des Chóśebud. Im Museum gibt es die größte Sammlung niedersorbischer Trachten, das ist traditionelle Kleidung. Viele davon kommen aus dem Spreewald. Alle Texte stehen auf Deutsch und auf Sorbisch. Wie würdest du deine Stadt nennen, wenn sie nach einem Menschen benannt wäre?
Koordinaten: 51.7598, 14.3345 · auf der Karte