Stadtohr

Stadtrundgang Cottbus · Station 16 von 16

Schloßkirchplatz 1

1878 · mietshaus, juwelier, gründerzeit, denkmal

Ausführlich

Sie stehen am Schloßkirchplatz 1, an der Ecke zur Spremberger Straße. Ein denkmalgeschütztes Mietwohn- und Geschäftshaus, in zwei Bauabschnitten errichtet. Der erste Teil gehört zum Jahr 1878. Paul Sack hatte 1876 das Grundstück erworben und ließ 1878/79 ein repräsentatives Gebäude an der Ecke zum Katharinengässchen errichten. Das Haus ist viergeschossig und elfachsig, steht auf einem L-förmigen Grundriss und hat eine prächtige dekorative Fassade. Schauen Sie sich das Erdgeschoss an: Es ist über einem genuteten Sockel durch abwechselnd glatte und ornamentierte Quader stark plastisch modelliert. Ein Triglyphenfries trennt es von den Obergeschossen. Die Fenster ändern sich von Stockwerk zu Stockwerk. Im ersten Obergeschoss tragen sie Rosetten und Dreiecksgiebel mit plastischen Masken, im zweiten einen Löwenmaul-Schlussstein, im obersten sind sie vollständig von Bauschmuck umrahmt. 1897 eröffnete Moritz Möbius im östlichen Erdgeschossbereich das erste Restaurant Zum Freischütz. 1950 gestaltete die Baufirma Pabel und Co. die Schaufensteranlage für Richard Sack um. Bis heute hat das Juweliergeschäft F. F. Sack, benannt nach Franz Friedrich Sack, hier seine Verkaufsräume. Zum zweiten Bauabschnitt gibt es zwei Jahresangaben: 1910 und 1900. Die ältere ist 1900. Im Auftrag von Franz Sack wurde ein Mietwohn- und Geschäftshausanbau im barocken Stil gebaut, den Paul Sack entwarf. Ausgeführt hat ihn das Baugeschäft Hermann Pabel und Co. Er hat ein Mansarddach, die Aufschrift F. F. Sack Juwelier steht über den Schaufenstern, und zum Schloßkirchplatz hin ragt ein viergeschossiger Seitenerker auf mächtigen Konsolen unter einer Glockenhaube über die Traufe. Als der Erweiterungsbau begann, wurde das Mietwohnhaus von 1878/79 mit Balkonen und einem Umbau der Erdgeschosszone aufgewertet. 1993/94 wurde das Gebäude modernisiert und die Fassade restauriert. Das Haus von 1878/79 gilt wegen seiner üppigen Schmuckformen und imposanten Größe als Meilenstein historischer Baukunst in Cottbus. Der Branitzer Park des Fürsten Pückler gehört zu den vielen Park- und Grünanlagen der Stadt. Er ist nicht Teil dieses Rundgangs und braucht eigene Zeit. Hier endet der Rundgang. Er begann mit einem Namen aus dem Sorbischen und endet vor einem Haus, in dem noch immer ein Juweliergeschäft seine Verkaufsräume hat. Danke, dass Sie mitgegangen sind.

Kurzfassung

Sie stehen am Schloßkirchplatz 1, Ecke Spremberger Straße. Paul Sack ließ das Mietwohn- und Geschäftshaus 1878/79 errichten. Bis heute hat hier das Juweliergeschäft F. F. Sack seine Verkaufsräume. Das Haus steht unter Denkmalschutz.

Für Kinder

Du stehst vor einem großen Haus am Schloßkirchplatz. Es wurde 1878 begonnen und hat vier Stockwerke. Die Fassade ist reich verziert, mit Masken, Rosetten und Säulen. Unten im Haus verkauft ein Juwelier Schmuck, er heißt F. F. Sack. Schon 1897 eröffnete in diesem Haus ein Restaurant, das hieß Zum Freischütz. Später kam ein zweiter Teil dazu, mit einem runden Erker und einem Erker unter einer Glockenhaube. Dies ist die letzte Station unseres Rundgangs. Welche Station fandest du am spannendsten?

Quellen

Koordinaten: 51.759409, 14.333918 · auf der Karte

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