Sie stehen vor der Erich Kästner Grundschule an der Puschkinpromenade. Sie ist eine der ältesten Schulen von Cottbus, und das Gebäude gehört zu den bedeutendsten Baudenkmalen der Stadt. Die über 140-jährige Geschichte geht auf das Königliche Friedrich-Wilhelm-Gymnasium zurück. Mitte des 19. Jahrhunderts stiegen die Schülerzahlen, der Platz im Lyzeum an der Oberkirche wurde zu eng. Die Stadt erwarb 1860 das Grundstück, die Grundsteinlegung war im Frühjahr 1865. Gebaut wurde bis 1867 nach Plänen des Berliner Architekten und preußischen Hofbaurats Adolph Lohse. Er starb im Januar 1867, bevor die Schule eingeweiht wurde. Am 27. April 1867 wurde der Neubau eingeweiht, benannt nach Friedrich Wilhelm III., der 1840 gestorben war. Schauen Sie auf die Anlage. Es ist eine große Dreiflügelanlage unter einem flachen Satteldach, die Seitenflügel sind zur Puschkinpromenade vorgezogen. In der Mitte führt eine große Freitreppe zum Eingangsaltan. Über dem Eingang weisen große, ehemals farbig verglaste Rundbogenfenster auf die Aula hin. Als Vorbild gilt das Königliche Wilhelms-Gymnasium in Berlin, das Lohse um 1863 entworfen hatte. Die Baustoffe kamen von weither. Eine Ziegelei südlich von Cottbus lieferte die Ziegel, sächsischer Sandstein wurde verbaut, und per Schiff wurde Blauschiefer aus England nach Goyatz gebracht. Von dort ging er mit der Pferdeeisenbahn nach Cottbus. In das neue Haus zogen 318 Schüler, neu waren zwei Vorschulklassen. Das Schulgeld betrug zwölf Taler, den Monatsverdienst eines Arbeiters. 1869 besuchten schon 508 Schüler die Schule. Die Klassenzimmer waren vier Meter hoch, über den Türen konnten Schiebe-Lamellen zur Lüftung geöffnet werden, und im Kronleuchter der Aula war ein Lüftungssystem eingebaut. Im Erdgeschoss des Ostflügels war ein Karzer für die Bestrafung von Schülern durch Freiheitsentzug. Die Farbgebung der Aula von 1867, Stuck und Decke in Weiß und die Wandfelder in antikem Rot, wurde bei der Restaurierung 2001 wiederentdeckt. Auch die Straße hat eine Geschichte. Seit 1879 hieß sie Promenadenstraße, ab 1892 Promenade, und 1949 erhielt sie ihren heutigen Namen nach dem russischen Dichter Alexander Sergejewitsch Puschkin.
Sie stehen vor der Erich Kästner Grundschule an der Puschkinpromenade. Das Gebäude wurde als Friedrich-Wilhelm-Gymnasium nach Plänen von Adolph Lohse gebaut und am 27. April 1867 eingeweiht. Es gehört zu den bedeutendsten Baudenkmalen der Stadt.
Du stehst vor einer Schule, die schon sehr alt ist. Sie wurde am 27. April 1867 eingeweiht. Damals war es ein Gymnasium, und am Anfang kamen 318 Schüler. Das Schulgeld war hoch: zwölf Taler, so viel, wie ein Arbeiter im Monat verdiente. Im Erdgeschoss gab es einen Karzer. Das war ein Raum, in dem Schüler zur Strafe eingesperrt wurden. Über den Türen gab es Schiebe-Lamellen, mit denen man die Luft im Klassenzimmer wechseln konnte. Heute lernen hier Grundschulkinder. Wie viele Kinder sind in deiner Klasse?
Koordinaten: 51.76312778, 14.33316944 · auf der Karte