Sie stehen vor dem Brandenburgischen Apothekenmuseum. Das straßenseitige Wohn- und Geschäftshaus und die Alte Löwenapotheke im Hof bilden zusammen den denkmalgeschützten Museumskomplex. Die Geschichte beginnt 1568. In diesem Jahr erhielt der Cottbuser Stadtphysicus Peter Hosemann, der von 1529 bis 1591 lebte, die Erlaubnis, in der Stadt eine Apotheke zu betreiben. Das Haus am Markt war in den vier Jahren davor gebaut worden, die Apotheke zog 1571 ein. Beim Stadtbrand 1671 wurde das Gebäude stark beschädigt. Kellergewölbe, Werkstatt und Laborräume blieben aber verschont. Bis 1675 war die erste Etage des Vorderhauses wiederhergestellt. Bis 1797 war die Löwen-Apotheke die einzige Apotheke in Cottbus. In der DDR wurde die Apotheke 1951 verstaatlicht, und im selben Jahr begann in dem Gebäude der Aufbau einer pharmaziegeschichtlichen Sammlung. Seit 1989 ist sie als Museum zugänglich. Der Betrieb als Apotheke war schon 1984 eingestellt worden. Bei Instandsetzungsarbeiten 1964 ging ein großer Teil der Einrichtung aus der Biedermeierzeit verloren. Schauen Sie hinauf zum Giebel. Er trägt eine Figur der Hygieia aus Cottaer Sandstein. Die ursprüngliche Figur aus Zinkguss stürzte 1962 vom Giebel und wurde zerstört, die heutige schuf 1988 Dietmar Ohmke. Auf dem Innenhof wurde 1988 ein gemauerter Tiefbrunnen freigelegt, der einzige überlieferte historische Brunnen in der Altstadt. Drinnen sind eine Apothekenoffizin aus Peitz von 1930 zu sehen, eine Offizin aus der DDR-Zeit aus Fehrbellin, eine Kräuter- und Giftkammer und ein galenisches Labor mit Destillier- und Feuerungsanlagen. In der Giftkammer gab es mehrfach gesicherte Giftschränke. Manche Gifte konnten Kunden gegen Erlaubnisschein für definierte Zwecke kaufen, zum Beispiel zur Rattenvertilgung. Im Mai 2002 wurde das Museum von Niederlausitzer Apothekenmuseum in Brandenburgisches Apothekenmuseum umbenannt.
Sie stehen vor dem Brandenburgischen Apothekenmuseum. Der Stadtphysicus Peter Hosemann erhielt 1568 die Erlaubnis für eine Apotheke, ab 1571 war sie in diesem Haus. Bis 1797 war sie die einzige in Cottbus. Seit 1989 ist die Sammlung als Museum zugänglich.
Hier war seit 1571 eine Apotheke, mehr als vierhundert Jahre lang. Das ist sehr lange. Heute ist es ein Museum. Oben auf dem Giebel steht eine Figur, die Hygieia. Sie ist aus Sandstein. Die erste Figur dort war aus Zink und fiel 1962 herunter. Im Museum siehst du alte Apothekenschränke, eine Kammer für Kräuter und eine für Gifte und ein Labor mit Geräten, mit denen Apotheker früher selbst Arzneien herstellten. Welche Kräuter kennst du?
Koordinaten: 51.7604, 14.3344 · auf der Karte