Sie stehen am Schloss Ehrenburg, und hinter diesen Mauern liegt die Landesbibliothek Coburg. Sie ist eine regionale staatliche Bibliothek in Verwaltung des Freistaats Bayern und vereinigt die historischen Büchersammlungen der in Coburg regierenden Herzöge und ihrer Angehörigen. Zuerst die Zahlen: rund 500.000 Bände, 400 Handschriften, 151 Inkunabeln und etwa 6.500 Autographe. Im Schloss gab es von Anfang an Bücher. Die Ehrenburg wurde ab 1542/43 von Herzog Johann Ernst gebaut. Im Lauf der frühen Neuzeit kamen durch ernestinische Erbteilungen immer wieder Büchersammlungen anderer Linien nach Coburg. Die vielleicht bedeutsamste Erweiterung fällt zwischen 1764 und 1799, unter den Herzögen Ernst Friedrich und Franz Friedrich. Franz Friedrich begründete auch das Kupferstichkabinett der Kunstsammlungen der Veste. Von 1801 bis 1826 war Friedrich Karl Forberg Bibliothekar in herzoglichen Diensten. Schon im frühen 19. Jahrhundert war die Hof- und Staatsbibliothek für eine begrenzte Öffentlichkeit zugänglich. Nach dem Ende der Monarchie übernahm 1919 die Coburger Landesstiftung die Verwaltung, gegründet, um das Kulturgut des untergegangenen Staates in rechtlicher Selbständigkeit zu erhalten. Ab dem 1. Januar 1973 liegt die Bibliothek in der Verwaltung des Freistaats Bayern. Zu den Kernsammlungen gehören die Hof- und Staatsbibliothek mit rund 55.000 Bänden, die Herzogliche Privatbibliothek mit 14.500 Titeln und die historische Bibliothek des Gymnasiums Casimirianum, dem wir noch begegnen. Dann die Luthersammlung: Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha legte sie zur Erinnerung an Luthers Aufenthalt auf der Veste Coburg 1530 an. Sie umfasst 850 Bände, vor allem zeitgenössische Lutherdrucke. Und noch eine: die Schlossbibliothek Niederfüllbach. Leopold I. aus dem Haus Sachsen-Coburg-Saalfeld legte sie vor seiner Wahl zum König der Belgier 1831 an. Ihre wenig mehr als 500 Bände handeln von Land- und Forstwirtschaft. Auch die Räume gehören dazu. Die Ausleihe liegt im Pompejanischen Saal im ersten Obergeschoss, mit Deckenmalereien von 1833. Der Silbersaal, früher Speisesaal, ist heute Ausstellungssaal. Der Andromeda-Saal von etwa 1735, mit Stuck im Régencestil, wird für Vorträge und Konzerte genutzt.
Sie stehen am Schloss Ehrenburg, in dem die Landesbibliothek Coburg ihren Sitz hat. Sie vereinigt die historischen Büchersammlungen der Coburger Herzöge. Sie besitzt rund 500.000 Bände, 400 Handschriften, 151 Inkunabeln und etwa 6.500 Autographe.
In diesem Schloss gibt es eine Bibliothek mit rund 500.000 Büchern. Dazu kommen 400 Handschriften, also Texte, die von Hand geschrieben wurden. Hier sammelten die Herzöge ihre Bücher. Einer von ihnen, Prinz Albert, legte eine Sammlung zu Martin Luther an. Sie hat 850 Bände. Ein anderer sammelte Bücher über Landwirtschaft, noch bevor er König der Belgier wurde. Die Ausleihe ist in einem Saal mit gemalter Decke. Welches Buch würdest du dir an so einem Ort ausleihen?
Koordinaten: 50.2581, 10.9672 · auf der Karte