Sie stehen vor dem Hotel zur Post am Bahnhofsplatz. Dieses Haus zeigt in kleinem Maßstab, was in dieser Stadt dreimal passiert ist: bauen, verlieren, wieder bauen. 1889 baute der Gastwirt Johann Heinrich Christian Schaunhorst das Gebäude Nummer 11 am Bahnhofsplatz zu einem Hotel um und nannte es Hotel zur Post. Fast zeitgleich, von 1893 bis 1896, entstand das Übersee-Museum, das rechtwinklig dazu den Platz abschloss. Hier wurde also in wenigen Jahren ein ganzer Platz möbliert. 1932 erwarb Georg Lünsmann das Haus. Sechs Jahre später kaufte es Fritz Rößler, ein Gastwirt, der in der Bahnhofstraße die florierende Gastwirtschaft Zum Hackepeter führte. Dann kam der Krieg, und das Gebäude wurde zerstört. Jetzt wird die Geschichte konkret, und sie erzählt mehr über das Bremen der Nachkriegsjahre als jede allgemeine Formulierung. Das Hotel zog nicht um in ein Ersatzhaus. Es richtete sich zunächst in zwei Hochbunkern im Bürgerpark an der Parkallee ein, mit neunzig Betten. Betten in Bunkern. Ab 1946 betrieb es dann ein Hotel in der Hohenlohestraße mit sechsundsechzig Betten. Erst von 1952 bis 1953 konnte am alten Standort neu gebaut werden, nach Plänen der Architekten Günther Gengler und Heinz Höft. Das neue Haus hatte acht Geschosse, Restaurants im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss und zunächst siebenundsiebzig Betten. Rechnen Sie das einmal gegen die neunzig Bunkerbetten. Danach folgten Anbauten, Ausbauten, Modernisierungen, und das Haus stieg zu den großen Häusern der Stadt auf. Ein Detail für Freunde der Küche: Das Restaurant L’Orchidée war von 1989 bis 2010 mit einem Stern des Guide Michelin ausgezeichnet. Seit 2002 liegt es im Bremer Ratskeller, also nicht mehr hier. Heute ist dies ein Viersternehaus mit 174 Zimmern und um die 350 Betten, nach der Übernahme durch die Hotelkooperation Best Western. Wir gehen weiter in Richtung Herdentorsteinweg. Dort geht es um ein Kino, das ein Theater wurde.
Sie stehen vor dem Hotel zur Post am Bahnhofsplatz. 1889 baute der Gastwirt Johann Heinrich Christian Schaunhorst das Haus Nummer 11 zu einem Hotel um und gab ihm diesen Namen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört. Von 1952 bis 1953 entstand es am alten Standort neu.
Du stehst vor dem Hotel zur Post. Ein Wirt hat 1889 ein Haus hier umgebaut, damit Gäste darin schlafen können. Der Bahnhof ist gleich daneben: Wer mit dem Zug ankommt, braucht ein Bett. Im Zweiten Weltkrieg fielen Bomben auf Bremen, und das Hotel wurde zerstört. Jetzt kommt das Merkwürdige. Die Gäste schliefen danach in zwei Bunkern im Bürgerpark, in Häusern aus dickem Beton. Neunzig Betten standen dort. Erst von 1952 bis 1953 wurde hier neu gebaut. Würdest du einen Bunker Hotel nennen?
Koordinaten: 53.08277, 8.81077 · auf der Karte