Sie stehen vor der Katharinenkirche, die die Ostseite des Hagenmarktes dominiert. Hauptpatronin ist die heilige Katharina von Alexandria. Zu ihren Attributen gehören Schwert, Rad und Krone, und das Rad finden Sie im Wappen des Hagen wieder, des Weichbilds, dessen Pfarrkirche sie war. Der romanische Gründungsbau geht vermutlich auf eine Stiftung Heinrichs des Löwen zurück. Er wurde zwischen 1200 und 1205 als Pfeilerbasilika begonnen, in enger Anlehnung an den Dom und die Martinikirche in der Altstadt. 1227 erhielten die Bürger des Hagen mit dem Stadtrecht das Recht, ihren Pfarrer selbst zu wählen. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts begann der Umbau zur gotischen Hallenkirche, ein Ablass von 1252 weist darauf hin. Westbau und Südturm waren 1379 fertig. Schauen Sie hinauf zu den beiden Türmen: Der Südturm ist 82,18 Meter hoch, der Nordturm 74,08. Der Nordturm blieb unvollendet, weil nach der Reformation die Ablassgelder abgeschafft wurden. Nur St. Andreas ist höher. Auch Diebe hatten es auf die Kirche abgesehen. 1698 beraubte Nikol List mit seiner Bande die Kirche, er arbeitete mit Nachschlüsseln statt des früher gebräuchlichen Rennbaums. List war auch durch Raubüberfälle auf den Hamburger Dom und auf die Goldene Tafel in der Lüneburger Michaeliskirche bekannt. Zur Beute zählten Silbergegenstände, Schmuckstücke, Säbel und Armbänder. 1771 bewarb sich der bekannte Komponist und Bachsohn Wilhelm Friedemann Bach bei Herzog Karl I. um das Organistenamt. Er wurde zugunsten eines Einheimischen abgewiesen. Dann der Boden. Die Kirche steht wegen des ehemals sumpfigen Untergrunds auf hunderten Baumstämmen. Als beim Bau einer Tiefgarage unter dem Schlosspark der Grundwasserspiegel gesenkt wurde, schrumpften diese Stämme zusammen, und der Westbau neigte sich nach Osten. Von 1974 bis 1978 stabilisierte ihn der Bauingenieur Klaus Pieper mit einem neuen Verfahren, bei dem ganze Wände mittels Ölhydraulik verhoben werden konnten. Außen wurde die Kirche zwischen 1987 und 1999 restauriert. Die Natursteinfassade wurde verputzt und gestrichen, was viel Kritik erfuhr. Funde von Farbresten unter den Gesimsen zeigen allerdings, dass die Kirche im Mittelalter ebenfalls verputzt und gestrichen war. Im Inneren steht das Schulenburg-Epitaph. Nach dem Tod des Militärs Georg von der Schulenburg ließ seine Witwe Lucia von Veltheim es bauen: ein vierstöckiger Epitaphlettner, für 2000 Taler gefertigt von Jürgen Röttger und Lulef Bartels. Es zählt zu den bedeutendsten Grabdenkmälern in Norddeutschland. Die Orgel stammt in ihrer jetzigen Form von 1980. Sie enthält sechs Register der Orgel von 1621 bis 1623.
Sie stehen vor der Katharinenkirche an der Ostseite des Hagenmarktes. Sie wurde Anfang des 13. Jahrhunderts als Pfarrkirche des Weichbildes Hagen gebaut und ist seit 1528 evangelisch-lutherisch. Der Südturm ist 82,18 Meter hoch, der Nordturm blieb unvollendet. Nur St. Andreas ist höher.
Du stehst vor einer sehr alten Kirche. Sie ist so schwer, dass sie auf hunderten Baumstämmen steht, weil der Boden früher sumpfig war. Als das Grundwasser gesenkt wurde, schrumpften die Stämme, und ein Teil der Kirche neigte sich nach Osten. Ein Ingenieur hob ganze Wände mit Öl und Druck wieder an. Die Kirche hat zwei Türme. Der Südturm ist 82 Meter hoch. Der Nordturm wurde nie ganz fertig, weil das Geld fehlte, das man früher durch Ablassgelder bekam. Siehst du, welcher der beiden Türme niedriger ist?
Koordinaten: 52.2675, 10.525217 · auf der Karte