Diese Station ist ein Schiff, die Nordstern, ein ehemaliger Dampfschlepper und ein Fahrgastschiff. Sie war in Brandenburg an der Havel beheimatet und ist als technisches Denkmal ausgewiesen. Wo sie heute liegt, steht nicht in einer Quelle. Gebaut wurde sie 1902 auf der Werft Gebr. Wiemann in Brandenburg, für Golsch und Kahle. Der Gesamtpreis lag bei 43.000 Goldmark. Anders als andere Dampfschlepper erhielt sie einen weißen Anstrich und ein glattes Deck. Auf der Havel zog sie in der Regel sechs Schleppkähne. 1910 kaufte Adolf Sutor das Schiff. Unter der Woche transportierte er Ziegel vom Beetzsee nach Charlottenburg, am Sonntag fuhr die Nordstern als Fahrgastschiff bei Berlin, zugelassen für 264 Personen. Es gab eine größere Kajüte vorn mit Ausschank und Holztäfelung und eine kleinere hinten. Das Steuerhaus war nur mit einer Brustwehr abgegrenzt, und die Mannschaft schlief unter den Treppen. 1937 übernahm Sutors Sohn Otto das Schiff. Er baute es um, erhöhte die Schleppkraft, und Heimathafen wurde Briest. 1938 fuhr sie zur Eröffnung des Mittellandkanals als erster Schraubendampfer mit zwei Anhängen in das neue Schiffshebewerk Rothensee. Sie diente auch für Filmaufnahmen der UFA. Im Zweiten Weltkrieg pumpte man mit ihren Dampfpumpen Kähne aus, und 1942 zerstörte eine Luftmine in Spandau das Oberdeck mit Steuerhaus und Schornstein. Nach dem Krieg war Brandenburg wieder Heimathafen. Die Nordstern schleppte bis Stettin, half beim Einschleppen der wieder aufzubauenden Gördenbrücke über den Silokanal und war zeitweise Eisbrecher. 1967 baute man die Kesselanlage um, die Leistung stieg von 275 auf 303 PS. Ende der 1970er Jahre drohte die Verschrottung. Lothar Bischoff erwarb das Schiff 1979 und rettete es vor dem Abwracken. Nach der Wende fuhr es im Mai 1990 zum Hafengeburtstag erstmals wieder nach Hamburg. Seit 1991 war es Flaggschiff der Nordstern Reederei. 1994 wurde der Dampfer in der Schiffswerft Havelberg komplett saniert, seitdem ist er für 50 Passagiere zugelassen. Zur Bundesgartenschau 2015 lag die Nordstern am historischen Hafen am Packhof, und ein Blumenschiffchen auf dem Gelände erhielt ihren Namen. Beim Verkauf der Reederei 2017 übernahm der neue Eigentümer das Schiff nicht, ein unbekannter Eigner erwarb es. Zur Technik: Das Schiff ist 26,37 Meter lang und 5,25 Meter breit und taucht im Mittel 1,60 Meter tief. Eine Dreizylinder-Dampfmaschine treibt es an, 303 PS stark. Der Kessel stammt von 1939 und arbeitet mit 17 bar Betriebsdruck.
Diese Station ist ein Schiff, die Nordstern. Der Dampfer wurde 1902 in Brandenburg an der Havel gebaut, als Schleppdampfer und Fahrgastschiff. Er ist 26,37 Meter lang und als technisches Denkmal ausgewiesen. 1979 rettete ihn ein Käufer vor dem Abwracken.
Das ist ein Dampfschiff, die Nordstern. Sie wurde 1902 in Brandenburg an der Havel gebaut. Sie schleppte Lastkähne über die Havel, in der Regel sechs auf einmal. Am Sonntag fuhr sie mit Fahrgästen. Auf dem Schiff gibt es eine Dampfmaschine mit 303 PS. Die Mannschaft schlief damals unter den Treppen. Ende der 1970er Jahre sollte das Schiff verschrottet werden. Ein Mann kaufte es 1979 und rettete es. Heute ist es ein technisches Denkmal. Warum, glaubst du, steht ein altes Schiff unter Denkmalschutz?
Koordinaten: 52.411667, 12.556111 · auf der Karte