Willkommen in Brandenburg an der Havel. Wir beginnen auf der Dominsel, zwischen Beetzsee und Havel. Sie stehen vor dem Dom St. Peter und Paul. Wikipedia nennt ihn das größte Kirchengebäude der Stadt und die Wiege der Mark Brandenburg. Beides wollen wir uns ansehen, zuerst die Wiege. Im Winter 928 auf 929 eroberten Truppen des sächsischen Herrschers Heinrich I. die Brandenburg, eine der slawischen Hauptburgen östlich der Elbe. Die zugefrorene Havel half dabei. 948 gründete der spätere Kaiser Otto I. das Bistum Brandenburg, für die Slawenmission. Andere Autoren datieren das auf 964. Die Mission scheiterte zunächst. Ein erster Dom ging wahrscheinlich im Slawenaufstand von 983 verloren, archäologisch ist er bis heute nicht nachgewiesen. 1157 gründete Albrecht I. von Brandenburg die Mark Brandenburg, 1161 wurde das Bistum neu gegründet. Der Dom bildete seinen Kern, deshalb der Name Wiege der Mark. Nun zum Baugrund. Man wählte die höchste Stelle der Insel. Das Fundament reicht bis zu sieben Meter tief und erreicht doch nirgends gewachsenen Boden. Unter den Fundamenten liegen zugeschüttete Teile des Ringgrabens und der Wallanlage der slawischen Burg. Dazu kam ein schwankender Grundwasserspiegel. Die Folge waren statische Probleme. Die Grundsteinlegung war am 11. Oktober 1165, unter Bischof Wilmar. Gebaut wurde zunächst eine romanische Saalkirche mit Flachdecke, bis 1173 standen Chor, Vierung und Querhaus. Schauen Sie auf das Material. Der Dom ist das erste Kirchenbauwerk der Mark Brandenburg, das vollständig in unverblendetem Backstein ausgeführt wurde. Ältere Kirchen der Mark baute man noch aus Feldsteinen. Dann die Türme. Erst plante man einen Westriegel nach dem Vorbild des Havelberger Doms, dann eine Zweiturmfassade. Vom Nordturm entstand zunächst nur das Erdgeschoss, vom Südturm ein niedriger Stumpf. Die Obergeschosse des Nordturms folgten erst 1669 bis 1672. Der Südturm kam nie über den Stumpf hinaus, aus finanziellen und baustatischen Gründen, sagen verschiedene Autoren. Suchen Sie am westlichen Dachgiebel den großen Davidstern aus Formsteinen. Und am Haupteingang, im schmalen Band aus Kalkstein, einen Fuchs, der Gänsen predigt, und einen Affen. 1833 bis 1836 rettete und veränderte Karl Friedrich Schinkel den Bau. Er setzte Zinnenkränze auf den Südturmstumpf und ersetzte die Schweifhaube der Renaissance durch die gotisierende Haube, die bis heute besteht. Im Zweiten Weltkrieg blieb der Dom dank Luftschutzmaßnahmen fast unbeschädigt. Die Burg, auf deren Wällen er steht, ist unsere nächste Station.
Sie stehen auf der Dominsel vor dem Dom St. Peter und Paul. Der Bau begann am 11. Oktober 1165 mit der Grundsteinlegung. Er ist das erste Kirchenbauwerk der Mark Brandenburg, das ganz aus unverblendetem Backstein gebaut wurde. Wegen seiner Geschichte heißt er Wiege der Mark Brandenburg.
Du stehst auf einer Insel mitten in der Stadt. Hier steht der Dom von Brandenburg. Am 11. Oktober 1165 wurde sein erster Stein gelegt. Er ist aus rotem Backstein gebaut. In dieser Gegend war das neu, denn ältere Kirchen baute man noch aus Feldsteinen. Der Boden unter dem Dom ist nicht fest. Dort liegen die zugeschütteten Gräben einer alten Burg. Deshalb hatte der Bau lange Probleme mit der Standfestigkeit. Einer der beiden Türme wurde nie fertig und blieb ein niedriger Stumpf. Schau hoch zum Giebel: Findest du den großen Stern aus Steinen?
Koordinaten: 52.4152, 12.5674 · auf der Karte