Sie stehen an der Helenenkapelle, Am Hof 36. Sie ist klein und versteckt, und doch ist sie etwas Besonderes: die einzige erhaltene romanische Hauskapelle einer Stiftskurie im Rheinland. Was heißt das? Das Cassius-Stift, zu dem das Münster gehörte, hatte Stiftsherren. Sie wohnten in Häusern innerhalb der Stadt, und zu einer dieser Wohnungen gehörte diese Kapelle. Gebaut wurde sie um 1160 unter dem Propst Gerhard von Are. Derselbe Gerhard ließ am Münster den Ostchor verlängern und den Kreuzgang bauen. Er führte außerdem die Verehrung der heiligen Helena in Bonn ein. Nach ihr ist die Kapelle benannt. Die Kanoniker nutzten sie als Andachtsraum. Dann kamen die Schäden der Jahrhunderte. 1657 ließ der Kanoniker Johann Fabritius die Kapelle renovieren. 1689 bombardierte Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg, der spätere erste König in Preußen, die Stadt, und die Kapelle wurde dabei stark beschädigt. Mit der Wiederherstellung begann man erst 1752, die feierliche Altarweihe fand 1760 statt. 1803, in der Zeit der Säkularisation, wurde die Kapelle Privateigentum. Seit 1905 gehört sie der Stadt Bonn. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie wieder schwer beschädigt. Der Luftdruck verschob das Kreuzgewölbe, die Malereien vernichtete die Feuchtigkeit weitgehend. Bis 1949 wurde die Kapelle wieder aufgebaut. In den 1960er-Jahren legte man bei Renovierungsarbeiten Fresken frei, die vermutlich aus dem 13. bis 15. Jahrhundert stammen. Am 23. April 1973 wurde die restaurierte Kapelle wieder eröffnet. Heute ist sie von Gebäuden umgeben. Von außen sieht man sie nur aus der ersten Etage eines Modehauses. Der Weg hinein führt über ein Treppenhaus in den Kolonnaden der Straße Am Hof. Dort erwartet Sie ein schlichter Raum, dreieinhalb Meter im Quadrat, mit Kreuzgewölbe, halbrunder Apsis und Bodenplatten aus der Entstehungszeit. Er steht unter Denkmalschutz.
Sie stehen an der Helenenkapelle, Am Hof 36. Sie wurde um 1160 als Hauskapelle für die Kanoniker des Cassius-Stifts gebaut. Sie gilt als einzige erhaltene romanische Hauskapelle einer Stiftskurie im Rheinland. Der Andachtsraum ist nur dreieinhalb mal dreieinhalb Meter groß.
Du stehst vor einer ganz kleinen Kapelle, die zwischen Häusern versteckt liegt. Der Raum ist nur dreieinhalb Meter lang und dreieinhalb Meter breit. Gebaut wurde sie um 1160. Geistliche vom Münster beteten hier. 1689 wurde Bonn bombardiert, und die Kapelle wurde stark beschädigt. Im Zweiten Weltkrieg hat der Luftdruck der Bomben sogar das Gewölbe verschoben. Trotzdem hat man sie immer wieder aufgebaut. Warum haben die Bonner die Kapelle wohl nach so viel Schaden immer wieder repariert?
Koordinaten: 50.73355, 7.100944 · auf der Karte