Sie stehen am Wendischen Turm, am nordöstlichen Rand der Altstadt. Er ist heute baulich mit der Alten Kaserne von Gottfried Semper verbunden. Die Via Regia verlief jahrhundertelang durch das angrenzende Wendische Tor, das nicht mehr vorhanden ist. Eine Quelle nennt den viereckigen Unterbau Anfang des 15. Jahrhunderts, gleichzeitig mit dem Lauenturm, den runden Oberbau zwischen 1478 und 1492. Wikidata nennt 1492. Ich nenne die ältere Angabe, Anfang des 15. Jahrhunderts, und sage dazu, dass es zwei gibt. Den Namen verdankt der Turm der sorbischen, also wendischen Siedlung, die im frühen Mittelalter im Bereich der heutigen Wendischen Straße nördlich der deutschen Handwerkersiedlung lag. 1566 ersetzte man die durch einen Sturm beschädigte hölzerne Spitze, die mit Schiefer beschlagen war, durch eine steinerne Bekrönung. 1663 verlegte die Stadt vorübergehend das Schuldgefängnis in den Turm. 1834 wurde das Wendische Tor beseitigt. 1841 sollte auch der Turm fallen. Hier sollte eine neue Kaserne entstehen, denn die vielen Soldaten der langsam wachsenden Garnisonsstadt wohnten bis dahin in normalen Wohnungen. Der Bauentwurf eines Oberleutnants Kimmel nahm keine Rücksicht auf die mittelalterliche Stadt. Die Bürgerschaft rief deshalb Gottfried Semper zu Hilfe. Semper bezog den Turm in seine Pläne ein und entwarf die Kaserne für 350 Soldaten in der mittelalterlichen Formensprache des Turmes und der alten Stadtmauer. Schauen Sie, ob Sie die Anpassung erkennen. Eine Quelle hält fest: Eine solche Rettung war damals für große Teile Deutschlands durchaus nicht typisch. Sie sei eine frühe Form des Denkmalschutzes. Seit 1933 nutzt das Finanzamt das Gebäude. Nach zwischenzeitlichen Unterbrechungen zog die Behörde im Juli 1990 wieder in die Alte Kaserne ein. Die Außenrestaurierung des Turms erfolgte 1992.
Sie stehen am Wendischen Turm am nordöstlichen Rand der Altstadt. Sein viereckiger Unterbau entstand Anfang des 15. Jahrhunderts, der runde Oberbau zwischen 1478 und 1492. 1841 sollte er abgerissen werden. Gottfried Semper bezog ihn in die neue Kaserne ein.
Dieser Turm gehörte zur Stadtmauer. Er hat einen viereckigen Sockel und oben einen runden Teil. Sein Name kommt von den Wenden, wie man früher die Sorben nannte. Sie hatten hier eine Siedlung. 1841 sollte der Turm abgerissen werden, weil eine Kaserne für Soldaten gebaut werden sollte. Die Bürger holten Hilfe bei Gottfried Semper. Er baute die Kaserne so, dass der Turm stehen blieb, und im Stil des alten Turms. Heute sitzt hier das Finanzamt. Findest du die Stelle, wo Turm und Haus zusammenpassen?
Koordinaten: 51.1819, 14.4273 · auf der Karte