Sie stehen vor der Alten Hofhaltung. Auf diesem Grund stand alles, was Bamberg zu Bamberg gemacht hat, und es stand nacheinander. Zuerst das Kastell der Babenberger, das Castrum Babenberg. In der Zeit als Kronbesitz diente das Kastell auch als Staatsgefängnis. Hier wurde Berengar II. festgesetzt, der abgesetzte König von Italien und Markgraf von Ivrea; er starb hier am 6. August 966. 1003 entstand aus dem Kastell die Pfalz Heinrichs II. Nach der Gründung des Bistums wurde sie 1007 Bischofsresidenz. Aus Heinrichs Zeit ist die Weihinschrift der Thomaskapelle erhalten: Daraus geht hervor, dass Papst Benedikt VIII. diese Kapelle im Jahr 1020 zu Ehren Mariens und des heiligen Thomas weihte. Aus dem 11. Jahrhundert stammte auch die nicht mehr existierende Andreaskapelle. An dieser Stelle hat sich der Legende nach Kaiserin Kunigunde dem Gottesurteil unterworfen, mit dem Gang über glühende Pflugscharen. Dann der dunkelste Tag. Am 21. Juni 1208 wurde König Philipp von Schwaben hier, kurz vor seiner Kaiserwahl, vom bayerischen Pfalzgrafen Otto VIII. von Wittelsbach ermordet. Es war der erste Mord an einem römisch-deutschen König. Bestattet wurde Philipp im Bamberger Dom, später aber nach Speyer überführt. Merken Sie sich diesen Namen, denn am Ende dieses Rundgangs kommt er wieder. Nun das Gebaute. Unter Fürstbischof Philipp von Henneberg, der von 1475 bis 1487 regierte, entstanden der südöstliche und der östliche Flügel; sein Wappen sitzt über dem rückwärtigen Eingangstor, und bemerkenswert sind die bemalten Traufbretter unter den Regenrinnen. Unter seinem Nachfolger Heinrich III. Groß von Trockau vernichtete ein Brand den Küchentrakt, der daraufhin neu gebaut wurde; über dem Eingangstor der Nordseite hängt eines der schönsten erhaltenen Wappen in Bamberg. Unter Veit II. von Würtzburg wurden Teile des Palas Heinrichs II. abgebrochen oder in den Renaissancetrakt integriert. Ab 1570 entstand das Gebäude in seiner heutigen Form unter Leitung von Erasmus Braun, der sich unterhalb des Erkers selbst verewigt hat. Bleiben Sie am Eingang kurz stehen. Die Schöne Pforte schuf der Bildhauer Pankraz Wagner 1573. Das Relief zeigt Maria, flankiert von Heinrich und Kunigunde, die hinter ihr ein Modell des Doms halten. Dieses Modell zeigt den Dom so, wie er bis 1764 aussah. Die liegenden Figuren zu beiden Seiten stehen für Main und Regnitz, die beiden Flüsse der Stadt. Der Innenhof, von spätgotischen Fachwerkbauten mit Laubengängen umrahmt, entstand erst durch den Abbruch eines Gebäudes, das ihn teilte. 1777 wurde die Hofhaltung stark verändert: das Langschiff der Thomaskapelle abgebrochen, die Hohe Warte teilweise, die achteckige Andreaskapelle ganz. Wenn Sie heute die Domgasse betreten, gehen Sie durch den früheren Innenraum dieser abgebrochenen Kapelle.
Sie stehen vor der Alten Hofhaltung am Domplatz. Hier stand das Kastell der Babenberger, aus dem 1003 die Pfalz Heinrichs II. wurde. 1007 wurde sie Bischofsresidenz. Die heutigen Gebäude entstanden ab dem 15. Jahrhundert. Im Kern stecken noch Reste von Palas und Kapelle aus dem 11. Jahrhundert.
Auf diesem Platz stand zuerst eine Burg, dann ein Palast und dann das Haus des Bischofs. Der Palast gehörte Heinrich dem Zweiten, dem Mann, der den Dom bauen ließ. In der Burg war früher auch ein Gefängnis für wichtige Leute: Ein abgesetzter König von Italien starb hier im Jahr 966. 1208 wurde an dieser Stelle ein deutscher König ermordet, Philipp von Schwaben. Such am Eingang die Schöne Pforte. Dort halten zwei Figuren ein kleines Modell des Doms in der Hand. So sah der Dom bis 1764 aus.
Koordinaten: 49.8911, 10.8814 · auf der Karte