Sie stehen am Ludwigsbrunnen, dem ältesten Brunnen im Kurpark. Hier fing die Karriere Bad Homburgs als Kurort an. 1809 spielten zwei Kinder am Kirdorfer Bach, entdeckten diese Quelle und probierten das säuerlich schmeckende, aber erfrischende Wasser. Landgraf Friedrich V. Ludwig ließ sie 1809/10 zum Brunnen fassen. Zunächst hieß sie Oberer oder Salzbrunnen, 1835 wurde sie ihm zu Ehren in Ludwigsbrunnen umbenannt. Damals war der Brunnen von einem Doppelring italienischer Säulenpappeln umgeben. Ab 1810 wurde das Wasser als Mineralwasser verkauft und versandt. Weitere Quellen folgten, und Homburg stieg zum weltbekannten Kurort auf. Dass die Quelle alt ist, zeigen Funde und Weihegaben: Sie war schon den Römern bekannt. Wegen der seichten Lage der Quelle musste der Brunnen zwischen 1824 und 1871 mehrfach neu gefasst und erneuert werden, auch 1901 und 1902, 1933 und 1977. Schauen Sie auf die Einfassung: sechsseitige Pfosten aus rotem Sandstein, die mit gusseisernen Gittern verbunden sind. Sie wurden 1836 geschaffen. Gegenüber der Treppe liegt eine Felsgrotte, von der nur noch Reste zu sehen sind, seit die Zapfstelle höher gelegt wurde. Zur Jahreszahl der Grotte gibt es zwei Angaben: Die Informationstafel vor Ort nennt 1871, andere Angaben 1851. Das Wasser ist, so sagen die Schilder vor Ort, ein Natrium-Chlorid-Säuerling beziehungsweise ein Natrium-Calcium-Säuerling. Es hat eine Temperatur von 12,1 Grad bei 19,2 Litern pro Minute.
Sie stehen am Ludwigsbrunnen, dem ältesten Brunnen im Kurpark. Zwei spielende Kinder entdeckten 1809 diese Heilquelle am Kirdorfer Bach. 1809/10 wurde sie zum Brunnen gefasst, ab 1810 verkaufte man das Wasser als Mineralwasser. Seit 1835 trägt der Brunnen den Namen Landgraf Friedrich V. Ludwigs.
Du stehst an einem Brunnen. Er ist der älteste im Kurpark. 1809 haben hier zwei Kinder gespielt, genau wie du vielleicht gern draußen spielst. Dabei entdeckten sie eine Quelle. Sie probierten das Wasser. Es schmeckte säuerlich, aber erfrischend. Daraus wurde ein Brunnen, und später kamen viele Kurgäste. Schon die Römer kannten diese Quelle. Das Wasser wurde sogar verkauft und verschickt. Was würdest du tun, wenn du beim Spielen eine Quelle fändest?
Koordinaten: 50.22893, 8.62631 · auf der Karte