Sie stehen vor dem Museum Frieder Burda. Es ist ein privates Sammlermuseum nach einem Entwurf des amerikanischen Architekten Richard Meier, eröffnet im Oktober 2004. Es grenzt an die Staatliche Kunsthalle, die Sie gerade gesehen haben, und liegt wie sie an der Lichtentaler Allee. Beginnen wir mit dem Stifter. 1998 gründete Frieder Burda die Stiftung Frieder Burda, damit er seine Kunstsammlung bewahren und der Öffentlichkeit zugänglich machen konnte. Ursprünglich plante er ein Museum im südfranzösischen Mougins, dem letzten und langjährigen Wohnsitz Pablo Picassos, wo auch Burda einen Zweitwohnsitz hatte. Dann entschied er sich für einen Neubau in Baden-Baden, seinem Erstwohnsitz. Seit 2004 kommt die Stiftung für die laufenden Kosten auf. Burda starb im Sommer 2019. Dann das Haus. Richard Meier entwarf einen lichten, offenen Bau mit zwei großen Sälen, zwei Kabinetten und einem Souterrain. Die drei Geschosse erreichen Sie, wie in älteren Museumsbauten Meiers, über begehbare Rampen. Der Neubau hat rund 1000 Quadratmeter Ausstellungsfläche und kostete etwa 15 Millionen Euro. Zwei Jahre dauerte der Bau, und es kamen keine öffentlichen Mittel zum Einsatz. Das Projekt war lange umstritten, weil ein Teil der historischen Parkanlagen der Lichtentaler Allee überbaut wurde. Nach der Fertigstellung fand die Einbindung des offenen Baukörpers in die Allee weite Zustimmung. 2005 und 2006 wurde der Bau mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit einem RIBA European Award. Schauen Sie zur Seite, zur Kunsthalle. Eine gläserne Brücke verbindet beide Häuser, und sie ist auch inhaltlich Programm: Es finden gemeinsame Ausstellungen statt, die sich über beide Museen erstrecken. Der Bau der Kunsthalle von Hermann Billing ist rund hundert Jahre älter. Zur Sammlung. Sie umfasst etwa 1000 Werke der klassischen Moderne und der zeitgenössischen Kunst: Gemälde, Skulpturen, Objekte und Arbeiten auf Papier. Die Schwerpunkte sind Deutscher Expressionismus, Abstrakter Expressionismus, deutsche Malerei ab 1960, Picasso und Malerei ab 1990. Zur Eröffnung wurden rund 150 von damals 550 Kunstwerken gezeigt. Im Mai 2015 gab das Museum das Bild No. 36 (Black Stripe) von Mark Rothko, gemalt 1958, zu Christie's in die New Yorker Auktion. Ein unbekannter Bieter ersteigerte es für 40,485 Millionen US-Dollar. Zwei Bilder aus Rothkos Frühwerk besitzt das Museum danach noch. Zu den Sonderausstellungen zählten Von Mougins nach Baden-Baden. Der späte Picasso im Jahr 2006, Gerhard Richters Birkenau im Jahr 2016 und 2019 Banksys Love is in the Bin.
Sie stehen vor dem Museum Frieder Burda, einem Bau des amerikanischen Architekten Richard Meier. Es wurde im Oktober 2004 eröffnet und zeigt Klassische Moderne und zeitgenössische Kunst aus der Sammlung des Stifters Frieder Burda. Eine gläserne Brücke verbindet es mit der Kunsthalle nebenan.
Du stehst vor einem hellen, offenen Gebäude. Es ist ein Museum für Kunst. Ein Mann namens Frieder Burda hat Bilder gesammelt, etwa 1000 Stück. Damit alle sie sehen können, ließ er dieses Museum bauen. Es wurde im Oktober 2004 eröffnet. Im Haus kommst du über begehbare Rampen in die drei Geschosse. Eine Brücke aus Glas führt zur Kunsthalle nebenan. Ein Gemälde von Mark Rothko wurde 2015 für mehr als 40 Millionen Dollar verkauft. Was würdest du dir für so viel Geld kaufen?
Koordinaten: 48.7579, 8.23803 · auf der Karte