Willkommen in Baden-Baden. Wir beginnen mit einem jungen Haus. Sie stehen vor dem Fabergé Museum, am 9. Mai 2009 eröffnet vom russischen Kunstsammler Alexander Iwanow. Zuerst ein Wort zur Stadt, in der Sie sich befinden. Baden-Baden liegt im Westen von Baden-Württemberg und hat knapp 57.000 Einwohner. Schon die Römer nutzten hier die heißen Thermalquellen am Rand des Schwarzwalds. Im 19. Jahrhundert wurde die Bäderstadt wiederentdeckt und zum Treffpunkt von Adligen und wohlhabenden Bürgern. 2021 nahm die Unesco Baden-Baden als eine von elf bedeutenden Kurstädten Europas in die Liste des Weltkulturerbes auf. Nun zum Museum. Es ist der Juwelierkunst von Peter Carl Fabergé gewidmet. Die Firma gründete 1842 Gustav Fabergé in Sankt Petersburg, 1872 führte sein Sohn Peter Carl sie weiter. Von 1885 bis 1917 war sie der offizielle Ausstatter des russischen kaiserlichen Hofes. Auch die Königin von England und die königliche Familie von Siam kauften bei Fabergé. Nach der Oktoberrevolution wurde die Firma geschlossen, ihre Werke wurden fast vergessen. In den 1960er-Jahren wurde Fabergé unter westlichen Sammlern wieder populär. Warum steht das Museum ausgerechnet hier? Iwanow sagte, Baden-Baden sei ruhig und schön, in der Mitte Europas, nahe Frankreich und der Schweiz, und historisch der beliebteste Ferienort der Russen. Für Deutschland entschied er sich aus Sicherheitsgründen. Der britischen Zeitung Independent sagte er, in Russland könne man nie das Gefühl haben, dass die Sammlung sicher sei, nicht vor dem Staat, nicht vor Banditen. Das Gebäude zu kaufen und zu renovieren kostete rund 17 Millionen Euro, eine Million davon für das Sicherheitssystem. Dann kam der Streit um den Namen. 2009, nur einen Monat vor der Eröffnung, begann die auf den Cayman Islands registrierte Fabergé Ltd. einen Streit über die Rechte an der Marke. Solange er lief, durfte das Museum den Namen Fabergé nicht verwenden. Das bedeutete keine Werbung, aber auch kein Hinweisschild an der Tür. 2010 entschied ein deutsches Gericht zugunsten des Museums. Und dann die Eier. Das Museum führt Objekte als sogenannte imperiale Ostereier, und bei drei davon gibt es öffentlich geäußerte Zweifel. Hören Sie beide Seiten. Für das Ei „Anniversary Wedding“ von 1904 ist laut Fachliteratur für 1904 und 1905 keine Übergabe imperialer Ostereier durch den Zarenhof belegt. Das „Constellation“-Ei von 1917 ist unvollendet. Gesichert ist, dass für Ostern 1917 ein Ei für die Zarin bestellt wurde, das wegen Krieg und Revolution nie fertig wurde. Teile davon, ein Glasglobus und Kristallwolken, wurden 2001 im Fersman-Mineralogischen Museum in Moskau identifiziert. Das Museum und Iwanow weisen die Zweifel zurück. Als Nächstes gehen wir zurück zum Anfang der Stadt, zu den Römern.
Sie stehen vor dem Fabergé Museum. Der russische Kunstsammler Alexander Iwanow eröffnete es am 9. Mai 2009. Es ist dem Hofjuwelier Peter Carl Fabergé gewidmet und zeigt nach eigenen Angaben mehr als 1500 Objekte. Über einige davon wird bis heute gestritten.
Du stehst vor einem Museum für besondere Schmuckstücke. Sie stammen von Peter Carl Fabergé, einem russischen Juwelier. Ein Sammler namens Alexander Iwanow hat das Museum am 9. Mai 2009 eröffnet. Mehr als 1500 Stücke gehören zur Sammlung, darunter eine Silberkaraffe in Form eines Hasen und Eier, die das Museum Ostereier nennt. Bei einigen dieser Eier fragen Fachleute, ob sie wirklich so alt und so echt sind, wie das Museum sagt. Das Museum sagt: Ja, das sind sie. Was würdest du ausstellen, wenn du 1500 Stücke sammeln dürftest?
Koordinaten: 48.7621, 8.2434 · auf der Karte