Sie stehen am Wolfsthalplatz. Die frühere Anschrift war Entengasse 11a. Hier stand die Synagoge der jüdischen Gemeinde Aschaffenburgs. Sie steht nicht mehr. Ihre Geschichte reicht weit zurück. Eine Synagoge in Aschaffenburg wird erstmals 1344 genannt. Sie stand im Winkel zwischen Dalbergstraße und Rathausgasse und diente bis Mitte des 15. Jahrhunderts der jüdischen Gemeinde für ihre Gottesdienste. Danach verfiel sie, 1459 war sie vollkommen zerstört. Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts konnten sich wieder jüdische Familien in Aschaffenburg niederlassen. 1696 richtete man in der Entengasse eine neue Synagoge ein, die in den folgenden zwei Jahrhunderten mehrfach erweitert und erneuert wurde. Ab 1890 entstand auf ihren Grundmauern ein Neubau, denn die alte Synagoge war in baulich schlechtem Zustand und die Gemeinde wuchs ständig. Es wurde ein von zehn Säulen getragener Kuppelbau im orientalisierenden Stil. Am 29. September 1893 war die feierliche Eröffnung. Fünfundvierzig Jahre später, in den frühen Morgenstunden des 10. November 1938, drangen Mitglieder der SA in das Gotteshaus ein und zündeten es an. Es war die sogenannte Reichspogromnacht. 15 Torarollen, ein kostbarer Toraschrein-Vorhang und das Gemeindearchiv gingen in Flammen auf. Das Gebäude brannte aus. Der Wikipedia-Quelle verweist außerdem auf das Museum jüdischer Geschichte und Kultur am Wolfsthalplatz.
Sie stehen am Wolfsthalplatz. Hier stand die Synagoge der jüdischen Gemeinde, ein Kuppelbau, errichtet von 1890 bis 1893. In den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 drangen Mitglieder der SA ein und zündeten sie an. Sie brannte aus.
Du stehst am Wolfsthalplatz. Hier stand früher die Synagoge von Aschaffenburg. Das ist das Gotteshaus der jüdischen Gemeinde. Man baute sie von 1890 bis 1893, mit einer Kuppel, die von zehn Säulen getragen wurde. In den frühen Morgenstunden des 10. November 1938 gingen Mitglieder der SA hinein und zündeten sie an. 15 Torarollen, ein kostbarer Vorhang und das Archiv der Gemeinde verbrannten. Das Haus brannte aus. Die Synagoge gibt es nicht mehr. Wie fühlt es sich wohl an, wenn ein Ort verloren geht, an dem man sich immer getroffen hat?
Koordinaten: 49.9764, 9.14629 · auf der Karte