Sie stehen in der Staatsgalerie, im ersten Obergeschoss von Schloss Johannisburg. Sie gehört zu den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen. Wegen der Renovierung des Schlosses war sie ab 2016 geschlossen, am 4. Mai 2023 wurde sie wiedereröffnet. Wie kamen die Bilder hierher? Auf der Flucht. In den Jahren 1793 und 1794 brachte Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal, unterstützt von seinem Bruder Lothar Franz, 260 Gemälde vor den heranrückenden französischen Revolutionstruppen von Mainz in seine Sommerresidenz Aschaffenburg. Mit dabei waren seine Bibliothek und kostbares Mobiliar. 1802 kamen Bilder aus der Galerie des Dompropstes Hugo Franz Graf von Eltz hinzu. 1803 übernahm Karl Theodor von Dalberg aus dem säkularisierten Stift Altäre und Einzelbilder, die Kardinal Albrecht von Brandenburg für seine Stiftskirche in Halle in Auftrag gegeben und 1541 bei seiner Flucht aus Halle nach Aschaffenburg gebracht hatte. Fast alle entstanden in der Werkstatt Lucas Cranachs des Älteren und in seinem weiteren Kreis. Sie hängen im Hauptsaal in der Mitte des Mainflügels, dem Cranach-Saal. Die Bayerischen Staatssammlungen haben hier eine wesentliche Reihe von Werken Cranachs und seines Kreises vereinigt, um die Cranach-Forschung anzuregen. Die Räume sind nach Schulen und Meistern geordnet. Im ersten Raum hängen Rubens und die flämische Schule, im Eckturm Rembrandts Johannes und der Passionszyklus von Aert de Geldern. Von den 22 Bildern der Passion Jesu aus der Sammlung Eltz sind zehn hier zu sehen. Im Vorraum zur Kapelle hängt die Kreuzigung Christi von Hans Baldung Grien von 1516. Zwei besondere Sammlungen gehören dazu. Karl Theodor von Dalberg richtete von 1802 bis 1806 im Schloss ein „Pheloplastisches Kabinett“ ein. Sein Hofkonditor Carl May schuf dafür 38 Korkmodelle antiker Denkmäler Roms, darunter Triumphbogen und Vestatempel. Sein Sohn Georg May fügte im Auftrag König Ludwigs I. weitere hinzu, zum Beispiel das Kolosseum. Und im Ridinger-Saal, der ab 1996 entstand, zeigt ein umlaufender Fries die Original-Fratzen von der Balustrade der vier Schlosstürme.
Sie stehen in der Staatsgalerie im ersten Obergeschoss von Schloss Johannisburg. 1793 und 1794 brachte Kurfürst Friedrich Karl Joseph von Erthal 260 Gemälde vor den französischen Revolutionstruppen aus Mainz hierher. Besonders bedeutend sind die Werke Lucas Cranachs des Älteren.
Du stehst in einer Galerie voller Bilder, im ersten Stock des Schlosses. Wie kamen sie hierher? Auf der Flucht. Als französische Revolutionstruppen heranrückten, brachte der Kurfürst 260 Gemälde aus Mainz in seine Sommerresidenz Aschaffenburg. Später kamen Altäre und Bilder von Lucas Cranach dem Älteren und seiner Werkstatt dazu. Nach ihm heißt der Hauptsaal Cranach-Saal. Im Eckturm hängt ein Bild von Rembrandt. Welches Bild gefällt dir am besten?
Koordinaten: 49.9761, 9.14167 · auf der Karte