Sie stehen vor der Jesuitenkirche, der Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit. Sie wurde von 1619 bis 1621 gebaut und beherbergt heute die Kunsthalle Jesuitenkirche. Wie kamen die Jesuiten in die Stadt? Kurfürst und Erzbischof Johann Schweikhard von Cronberg, der Bauherr des Schlosses, berief sie 1612 nach Aschaffenburg. Für ihren Unterhalt wies er ihnen Einkünfte aus dem aufgehobenen Zisterzienserinnenkloster Himmelthal zu. Die Kirche begann man 1619 als äußerlich schlichten „heimischen“ Renaissancebau. Sie ist einschiffig, mit einem achteckigen Dachreiter, einer halbrunden Apsis mit Kuppelwölbung und einem Langhaus aus drei Jochen. Schauen Sie auf die Fassade. Die Kanten sind im Läufer-Binder-Muster verquadert, und das Portal wird von Rundnischen mit den Figuren des Christus Salvator und der Immaculata flankiert. Innen ist die Kirche im Stil des italienischen Barock gehalten, mit reichen Stuckarbeiten. Ihre Rolle wechselte dann immer wieder. 1796 diente sie als Magazin. 1810 wurden die Altäre entfernt und weiß übertüncht, weil das Gebäude zur Studienkirche umgebaut wurde. 1836 stellte man einen klassizistischen Tabernakelaltar aus Stuckmarmor auf. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche schwer beschädigt. Die Stadt erwarb sie von der Diözese Würzburg und ließ sie bis 1972 profaniert wieder aufbauen, der Stuck wurde teilweise wiederhergestellt. Das vorgelagerte Wohnhaus, im Volksmund Drei-Dippe-Haus genannt, mit drei klassizistischen Vasen im Giebel, riss man 1968 bei der Untertunnelung des Stadthallenplatzes ab. Ab 1976 wurde die Kirche für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt, seit 1990 ist sie Kunsthalle der Stadt, seit 2006 Teil des Verbunds der Museen der Stadt Aschaffenburg. In der Regel zeigt man zwei Ausstellungen pro Jahr, mit Schwerpunkten der Klassischen Moderne und gefestigter Positionen der Gegenwart. Zu den bisher ausgestellten Künstlern zählen Oskar Kokoschka, Man Ray, Günther Uecker und Jörg Immendorff. Durch einen gemeinsamen kubischen Glaseingang gelangen Sie auch ins Christian Schad Museum im ehemaligen Ostflügel des Jesuitenkonvents. 2002 und 2003 gab es hier die Ausstellung „Grünewald und die Moderne“.
Sie stehen vor der Jesuitenkirche, der Kirche der Heiligsten Dreifaltigkeit. Sie wurde von 1619 bis 1621 gebaut. Kurfürst Johann Schweikhard von Cronberg hatte die Jesuiten 1612 nach Aschaffenburg gerufen. Seit 1990 dient die Kirche der Stadt als Kunsthalle.
Du stehst vor einer Kirche, in der heute Kunst ausgestellt wird. Sie wurde von 1619 bis 1621 gebaut. Von außen sieht sie schlicht aus, innen ist sie voller Stuck. 1796 diente sie als Magazin, also als Lager. Im Krieg wurde sie schwer beschädigt, danach baute die Stadt sie wieder auf. Seit 1990 ist sie eine Kunsthalle. Hier waren schon Werke von Künstlern wie Oskar Kokoschka und Man Ray zu sehen. Vor der Kirche stand ein Haus, das die Leute Drei-Dippe-Haus nannten. Im Giebel waren drei Vasen. Warum, glaubst du, hieß es so?
Koordinaten: 49.975405, 9.143868 · auf der Karte