Sie stehen vor der Christuskirche, der ersten evangelisch-lutherischen Stadtkirche Aschaffenburgs. Sie wurde 1837 bis 1839 errichtet und steht in der Altstadt, in der Nähe des Schlosses. Die Geschichte beginnt mit einem Hauskauf. Am 18. Oktober 1830 ersteigerte der Fabrikant Christ den ehemaligen Stiftshof, die Kurie „Zum Schelmen“ an der Pfaffengasse, für die evangelische Kirchengemeinde. So hatte man ein Pfarrhaus für Johannes Georg Hoffmann, den ersten Geistlichen und Gründer der Gemeinde. 1831 folgte eine evangelische Schule. Am 8. Juli 1837 wurde der Grundstein der Kirche gelegt, Kronprinz Maximilian, der gerade in der Stadt weilte, nahm teil. Die Pläne stammen von Karl Christian Riedel, Kreisbaumeister in Bayreuth, und Karl Ludwig Louis, dem Bauleiter beim Pompejanum. Die Kirche war einschiffig, 20 Meter lang, 12 Meter breit und hatte keinen Chor. Altar, Taufstein und Kanzel standen in der Mitte. Das Geld kam aus einer Landeskollekte, unterstützt von Königin Therese, einer gebürtigen Protestantin. Sie machte zur Auflage, dass die Gemeinde auf eigene Kosten eine Loge einrichtete, damit sie bei ihrer Anwesenheit im Schloss am Gottesdienst teilnehmen konnte. Die Gemeinde zählte damals 300 Mitglieder. 1883 verlängerte man das Schiff um ein Fenster und baute einen Chor an, die Platzzahl verdoppelte sich. Dann der Krieg. Nach den Luftangriffen vom 21. November 1944 und 3. Januar 1945 ragte nur noch der Turm aus einem verbrannten Trümmerfeld. 1951 und 1952 baute man die Kirche am selben Ort neu, mit dem stehengebliebenen Turm und der Ostfassade, aber wesentlich größer: Das Schiff wurde um 11 auf 30 Meter verlängert. Landesbischof Hans Meiser weihte sie Ostern 1952 ein. 1972 und 1973 stellte man den Altar auf die Längsseite, in Richtung Schloss. Bei der Renovierung 1999 und 2000 wurde die Westwand hinter dem Altar durchbrochen und ein hell verglaster Anbau als Taufkapelle angefügt. Blickfang ist die blaue Kreuzscheibe von Helmut Ulrich über dem Altar. Die vier Glocken im Turm goss man am 13. Februar 2009 in Passau. Die Gedächtnisglocke ist mit 1.150 Kilogramm die schwerste.
Sie stehen vor der Christuskirche, der ersten evangelisch-lutherischen Stadtkirche Aschaffenburgs. Sie wurde 1837 bis 1839 errichtet. Im Krieg blieb nur der Turm stehen. Unter Verwendung dieses Turms wurde die Kirche 1951 und 1952 neu gebaut und Ostern 1952 eingeweiht.
Du stehst vor einer evangelischen Kirche. Sie war die erste evangelische Stadtkirche in Aschaffenburg und wurde 1837 bis 1839 gebaut. Damals gehörten nur 300 Menschen zur Gemeinde. Im Krieg wurde die Kirche zerstört, nur der Turm blieb stehen. Nach dem Krieg baute man sie wieder auf, größer als vorher, und nahm den alten Turm dazu. Im Turm läuten vier Glocken, die 2009 gegossen wurden: die Freudenglocke, die Trostglocke, die Gebetsglocke und die Gedächtnisglocke. Welche würdest du gern läuten hören?
Koordinaten: 49.97479, 9.14369 · auf der Karte