
Sie stehen in der Krappgartenstraße, gegenüber der Himmelfahrtskirche. Auf dem Grundstück Nummer 47 stand die Synagoge der jüdischen Gemeinde Arnstadts. Die Geschichte jüdischen Lebens in dieser Stadt lässt sich an Orten ablesen. Die mittelalterliche Synagoge stand hinter dem Haus Erfurter Straße 17. Zwischen 1874 und 1877 gab es einen Betsaal im Haus Ritterstraße 7. Erst 1913 bekam die Gemeinde wieder ein eigenes Gotteshaus: Auf einem 600 Quadratmeter großen Grundstück entstand nach Plänen des Architekten Martin Schwarz die neue Synagoge. Schwarz lebte von 1885 bis 1945. Am 26. September 1913 wurde die Synagoge eingeweiht. Fünfundzwanzig Jahre später, beim Novemberpogrom 1938, brannten SA-Angehörige sie am 10. November nieder. Doch damit war es nicht vorbei: Für den Abbruch der Ruine und die Einebnung des Grundstücks musste die jüdische Gemeinde Arnstadt auch noch selbst bezahlen. Gegenüber liegt die Himmelfahrtskirche, zu der wir nach einer weiteren Station kommen.
Sie stehen in der Krappgartenstraße, wo die Synagoge der jüdischen Gemeinde stand, gegenüber der Himmelfahrtskirche. Sie wurde nach Plänen von Martin Schwarz gebaut und am 26. September 1913 eingeweiht. Am 10. November 1938 brannten SA-Angehörige sie nieder.
Du stehst an einem Ort, an dem früher eine Synagoge stand. Das ist das Gotteshaus der Juden. Sie wurde nach Plänen des Architekten Martin Schwarz gebaut und am 26. September 1913 eingeweiht. Am 10. November 1938 brannten Anhänger der Nationalsozialisten, die SA, sie nieder. Und die jüdische Gemeinde musste sogar selbst bezahlen, damit die Reste weggeräumt wurden. Findest du das gerecht?
Koordinaten: 50.83669, 10.94686 · auf der Karte