Sie stehen vor St. Gumbertus, und damit am Anfang der Stadt. Der fränkische Edelfreie Gumbert gründete um 748 am Zusammenfluss von Rezat und Onoldsbach ein Benediktinerkloster. Im 11. Jahrhundert wurde es ein Kollegiatstift. Es war namengebender Besitzer der Gumbertusbibel. 1528 trat die Kirche zusammen mit der Markgrafschaft unter Georg dem Frommen der Reformation bei, 1563 wurde das Stift aufgelöst. Die Kirche vereint rund 700 Jahre Baustile. Der älteste Teil Ansbachs ist die Krypta, um 1040. Dazu kommen die Georgskapelle aus dem 14. Jahrhundert, der hohe Chor der spätromanischen Hauptkirche und der markgräfliche Repräsentationsbau, den Carl Wilhelm Friedrich 1738 durch Leopoldo Retti errichten ließ. Nun zur Krypta. Sie war zeitweise ein Kühlraum. Ansbacher Metzger nutzten sie dafür, erstmals 1531 belegt, und noch 1751 werden Reparaturen an den Fleischbänken erwähnt. Das waren mehr als zwei Jahrhunderte. Georg der Fromme ließ dazu die damals kaum belegte Gruft ausräumen. Bis 1651 wurden die Ansbacher Markgrafen in Heilsbronn bestattet. Die dortige Gruft war 1631 im Dreißigjährigen Krieg aufgebrochen worden. Dann wurde Ansbach der neue Bestattungsort, aber die Wahl fiel nicht auf die eigentliche Hofkirche St. Gumbertus, sondern auf die Johanniskirche. Nach der Renovierung der Schwanenritterkapelle 1976 zog die Gruft in die darunterliegende Krypta. Hier liegen 26 Menschen, 24 davon aus dem Haus Brandenburg-Ansbach. Drei Prunksärge gehören Christian Albrecht, Georg Friedrich dem Jüngeren und Wilhelm Friedrich. Die Gruft kann besichtigt werden. Und nun die Schwanenritterkapelle. Albrecht Achilles stiftete 1484 den Schwanenordensaltar. Auf der linken Predella ließ er sich mit seiner zweiten Frau Anna von Sachsen abbilden. Der Chor, der heute Schwanenritterkapelle heißt, ist aber nicht die ursprüngliche Georgskapelle, in der sich der Schwanenorden traf. Sie lag an der Nordseite der Kirche. Die Steinbilder der Schwanenritter zieren die Wände dieses Chors seit 1825. Nach dem Ende des Markgraftums 1806 wurde die Hofkirche eine Gemeindekirche. Heute ist die Kirche stets geöffnet und Ort vieler Konzerte, etwa der Bachwoche und des Windsbacher Knabenchors.
Sie stehen vor St. Gumbertus. Der Name erinnert an Gumbert, der um 748 ein Benediktinerkloster gründete. Die Krypta von etwa 1040 ist der älteste erhaltene Bauteil Ansbachs. Den markgräflichen Repräsentationsbau ließ Markgraf Carl Wilhelm Friedrich 1738 durch Leopoldo Retti errichten.
Du stehst vor der Kirche St. Gumbertus. Ihren Namen hat sie von einem Mann namens Gumbert. Er gründete um 748 ein Kloster. Unter der Kirche ist die Krypta, ein Raum unter dem Boden. Sie ist der älteste Teil von Ansbach, der noch zu sehen ist, etwa 1040 entstanden. Lange nutzten Metzger sie als Kühlraum für ihr Fleisch. Heute liegen in der Krypta 26 Menschen begraben, fast alle aus der Familie der Markgrafen. Würdest du dich da hinuntertrauen?
Koordinaten: 49.302777777, 10.573333333 · auf der Karte