Stadtohr

Stadtrundgang Ansbach · Station 16 von 16

Staatliche Bibliothek Ansbach

1720 · bibliothek, markgraf, handschriften, schlossbibliothek

Ausführlich

Sie stehen vor der Staatlichen Bibliothek Ansbach, der Schlossbibliothek, und damit am Ende unseres Rundgangs. Er begann bei den Markgrafen. Er endet bei ihrer Bibliothek. Am 21. Dezember 1720 erklärte Markgraf Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach die bisherige fürstliche Hausbibliothek zur öffentlichen Landesbibliothek. Aus einer Sammlung des Hofes wurde eine öffentliche Einrichtung. Am Ende der Markgrafenzeit zählte die Schlossbibliothek über 20.000 Bände. Dann kam 1791 das Ende des Markgraftums. Die preußische Regierung befahl 1805/6, den größeren und wertvolleren Teil der Bibliothek an die Universitätsbibliothek Erlangen abzuführen. 1806 kam Ansbach zu Bayern. 1824 erhielt die Bibliothek die Literalien der Regierung des Rezatkreises, das sind Gesetzbücher, Kommentare und Amtsblätter. Seitdem hieß sie Regierungsbibliothek. 1959 wurde sie zur staatlichen Bibliothek umgewandelt. Im Mai 1972 bezog sie neue Räume im zweiten Stock des Schlosses. Im Mai 1988 folgte der Einzug in das zweckmäßig umgebaute ehemalige Markgrafentheater. Heute ist sie die Regionalbibliothek des Freistaates für die Region. Sie steht allen Interessenten für wissenschaftliche Zwecke sowie für die berufliche Arbeit und Fortbildung zur Verfügung. Der Bestand umfasst 140.000 Medieneinheiten und fast 100 Zeitschriften. Zum Altbestand an Handschriften und seltenen Drucken zählen 173 lateinische Handschriften, 165 davon aus dem Mittelalter, 34 Musikhandschriften und 96 Bände des Historischen Vereins von Mittelfranken. Dazu kommen 95 Bände Inkunabeln, zwei davon gelten als vermisst, und Altkarten. Auf diesem Weg haben Sie gesehen, wie aus einem Kloster eine Residenzstadt wurde, wie Baumeister wie Retti und Zocha das Bild der Stadt prägten und wie Ansbach nach 1806 bayerisch wurde. Danke, dass Sie mitgekommen sind.

Kurzfassung

Sie stehen vor der Staatlichen Bibliothek, der Schlossbibliothek. Am 21. Dezember 1720 erklärte Markgraf Wilhelm Friedrich die fürstliche Hausbibliothek zur öffentlichen Landesbibliothek. Heute ist sie Regionalbibliothek des Freistaates und sitzt im ehemaligen Markgrafentheater.

Für Kinder

Du stehst vor einer Bibliothek. Sie hat eine lange Geschichte. Am 21. Dezember 1720 machte der Markgraf seine eigene Büchersammlung für alle zugänglich. Zuletzt hatte sie über 20.000 Bände. Später wurde ein großer Teil davon nach Erlangen gebracht. Heute hat die Bibliothek 140.000 Medien. Sie besitzt auch 173 Handschriften in lateinischer Sprache. 165 davon sind aus dem Mittelalter. Handschrift heißt: Jemand hat sie mit der Hand geschrieben. Was würdest du gern in einem Buch aus dem Mittelalter lesen?

Quellen

Koordinaten: 49.30333333, 10.57444444 · auf der Karte

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