Stadtohr

Stadtrundgang Zwickau · Station 6 von 16

Schwanenbrunnen

1935 · brunnen, schwanenteichpark, stiftung

Ausführlich

Sie stehen vor dem Schwanenbrunnen am Rande des Schwanenteichparks. Schauen Sie auf die Mitte: Aus einer Schale aus Quaderkalk wächst ein vieleckiger Sockel. Darauf stehen drei Schwäne aus Bronze über der Wasserfläche, in die aus seitlichen Rohren und Düsen Wasser einströmt. Eine Pergola und eine Freifläche rahmen den Brunnen ein. Hinter diesem Brunnen steht ein Mann, der Gutes tun wollte: der Eisenhändler Albin Adolf Barth. Er war Gründer des Verkehrs- und Verschönerungsvereins und errichtete die Eisen-Barth-Stiftung, um der Stadt Zwickau etwas zu geben. Er lobte einen Brunnenwettbewerb aus. Gewonnen hat ihn der Dresdner Bildhauer Paul Berger. Die Bauarbeiten führte der Zwickauer Baumeister Sütlinger aus. Von hier aus gesehen, in südsüdöstlicher Richtung, stand einst ein Musiktempel. Der Verein hatte ihn gestiftet, er wurde am 10. Juli 1932 eingeweiht und 1994 wieder abgerissen. Dann kam der Krieg. Die Bronzeplastik wurde eingeschmolzen. Direkt nach Kriegsende ließ Barth sie 1945 von Edmund Schorisch neu gießen. Den Namen kennen Sie vom VVN-Denkmal, das er umgestaltet hat. Auch Paul Berger ist in diesem Park zu finden: Er hatte 1922 das Denkmal für die Gefallenen des Infanterie-Regiments Nummer 133 gehauen, das ebenfalls im Schwanenteichpark steht. In den 1980er Jahren entstand eine vierspurige Hauptverkehrsstraße. Sie trennte den Parkteil mit dem Brunnen vom eigentlichen Schwanenteichpark ab. 2019 und 2020 wurde das Areal saniert, 2022 eine weitere Restaurierung abgeschlossen. Noch im selben Jahr kam es zu Vandalismus. Die Stiftungsfamilie blieb der Stadt verbunden: Barths Tochter Gisela Meierkord stiftete 1998 das Mühlrad auf dem Kornmarkt, später vermachte sie der Stadt auch eine Postmeilensäule und den Neuberin-Gedenkstein neben dem Gewandhaus. Wikidata nennt 1935 als Jahr. Der Wikipedia-Quelle gibt kein Baujahr an. Mehr als diese Angabe kann ich Ihnen deshalb nicht belegen.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Schwanenbrunnen am Rande des Schwanenteichparks. Eine Bronzeplastik mit drei Schwänen erhebt sich über einer Schale aus Quaderkalk. Gestiftet hat ihn der Eisenhändler Albin Adolf Barth, den Wettbewerb gewann der Dresdner Bildhauer Paul Berger. Wikidata nennt 1935 als Jahr.

Für Kinder

Du siehst einen Brunnen mit drei Schwänen aus Bronze. Gespendet hat ihn ein Eisenhändler, Albin Adolf Barth. Er wollte der Stadt Gutes tun. Im Krieg wurden die Schwäne eingeschmolzen. Eingeschmolzen heißt: Das Metall wurde geschmolzen. Nach dem Krieg, 1945, wurden sie neu gegossen. Was meinst du, warum war es dem Stifter wichtig, dass die Schwäne zurückkommen? Und schau, ob das Wasser gerade sprudelt: Es kommt aus Rohren und Düsen an der Seite.

Quellen

Koordinaten: 50.718388888, 12.488555555 · auf der Karte

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