Sie stehen vor dem ehemaligen Archidiakonat, St.-Marien-Kirchhof 3. Es war das Verwaltungs- und Wohngebäude des Archidiakonats und wurde im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichtet. Bisher nahm man an, dass der zweigeschossige Backsteinbau in der Mitte des 15. Jahrhunderts als Kapellanei Unserer Lieben Frauen entstand, vermutlich nach Plänen von H. Münster, nach dem Vorbild der Alten Schule, die 1945 zerstört wurde. Dendrochronologische Untersuchungen, also eine Altersbestimmung am Holz, ergaben in den Jahren 2008 und 2009 aber einen Baubeginn kurz nach 1400. Ich nenne Ihnen die ältere Angabe, kurz nach 1400, und sage dazu, dass es zwei gibt. 1880 bis 1885 wurde das Bauwerk auf Initiative von Johann Joachim Hartwig Meyer restauriert. Es war ursprünglich doppelt so lang. Im Zweiten Weltkrieg, 1945, wurde es stark beschädigt, und von 1962 bis 1963 nach alten Plänen wieder aufgebaut. Der südliche Giebel wurde dabei in vereinfachter Form ergänzt. Schauen Sie auf die Fassade. Die Fenster im Erdgeschoss sitzen in segmentbogigen Nischen, oben mit Maßwerk verziert. Im Obergeschoss gliedern kleine Fenster in Blendnischen die sechsachsige Traufseite. Die Arkatur der Traufe trägt Zinnen, ebenso der dreiteilige Staffelgiebel an der Nordseite. Der reiche Baudekor besteht überwiegend aus glasierten Ziegeln und Formsteinen. Bei der Sanierung wurden der Eingang und das Treppenhaus von ihrem ursprünglichen Platz verlegt, im Inneren zog man Massivdecken und Trennwände ein. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Heute beherbergt das Haus die Landessuperintendentur der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Mecklenburgs und eine Begegnungsstätte für Kinder und Jugendliche. Neben dem Marienkirchturm ist das Archidiakonatshaus das letzte mittelalterliche Bauwerk am Marienkirchplatz.
Sie stehen vor dem ehemaligen Archidiakonat, St.-Marien-Kirchhof 3. Der Backsteinbau wurde nach neuen Untersuchungen kurz nach 1400 begonnen. Neben dem Turm der Marienkirche ist er das letzte mittelalterliche Bauwerk am Marienkirchplatz. Heute sitzt hier die Landessuperintendentur.
Das Haus mit den Zinnen hier ist ein Backsteinhaus aus dem Mittelalter. Man hat lange gedacht, es wurde in der Mitte des 15. Jahrhunderts gebaut. Dann hat man das Holz untersucht. Es zeigte: Schon kurz nach dem Jahr 1400 hat man damit angefangen. Früher war das Haus doppelt so lang wie heute. Im Krieg wurde es stark beschädigt, aber man hat es nach alten Plänen wieder aufgebaut. Heute arbeiten hier Leute der Kirche, und Kinder und Jugendliche können sich treffen. Findest du die Zinnen oben am Giebel?
Koordinaten: 53.8909, 11.4642 · auf der Karte