Sie stehen am Karmelitenkloster. Es ist ein Kloster der Oberdeutschen Provinz der Karmeliten in der Diözese Regensburg. Herzog Albrecht I. gründete es 1368, ein Straubinger Bürger, Albert Stainhauf, schenkte den Bauplatz. Albrecht erwirkte von Papst Urban V. die Erlaubnis für die Niederlassung und holte die Zustimmung des Prager Erzbischofs ein, weil der Regensburger Bischofsstuhl damals vakant war. Am 1. Oktober 1368 übersiedelten die Karmeliten von Regensburg nach Straubing. 1386 wurde dem Kloster die Hofkaplanei im Herzogsschloss übertragen. Das Kloster gehört nicht zum baulichen Schlossbereich, wurde aber im gleichen Zusammenhang errichtet und ist die Grablege der Herzöge und des höheren Adels. Hier wurde auch gelernt. Ab 1428 ist ein Hausstudium nachweisbar, auch andere Konvente ließen ihren Nachwuchs hier ausbilden. Das ist nicht verwunderlich, denn schon 1414 besaß das Kloster 150 wertvolle Handschriften. Nach einem Bibliotheksverzeichnis von 1768 gab es 270 Inkunabeln, also frühe Drucke. Bei der Säkularisation musste das Kloster den Altbestand abgeben, bekam aber 1905 durch eine Tauschaktion einen Teil zurück. Heute sind wieder 160 mittelalterliche Druckwerke vorhanden. Die Reformationszeit brachte dem Kloster eine existentielle Krise. Dann kam 1661 das Gnadenbild Unsere Liebe Frau von den Nesseln von Heilbronn nach Straubing, und an der Karmelitenkirche entfaltete sich eine blühende Wallfahrt. Das Kloster wurde bis 1700 neu gebaut, die Kirche ab 1700 im Barockstil ausgestattet. Bei der Säkularisation in Bayern ab 1803 wurde das Kloster nicht aufgehoben, sondern zum Zentralkloster. 1842 entstand es als eigenständiges Karmelitenkloster neu. Schauen Sie auf das Material. Die Hallenkirche wurde zwischen 1368 und 1430 im Stil der Backsteingotik errichtet, sieben Altäre waren schon 1372 geweiht. Zwischen 1700 und 1755 wurde sie im Stil des Barock umgestaltet. Im Chor liegt das Hochgrab von Herzog Albrecht II. aus rotem Salzburger Marmor. In einer Kapelle der Kirche vermutet man auch das Grab der Agnes Bernauer. Im Auszug des Sebastianaltars hängt ein Ölbild von Egid Quirin Asam, dem Sie schon am Ursulinenkloster begegnet sind. Am 26. November 2016 übernahmen drei Brüder der indischen St. Thomas Provinz der Karmeliten die Seelsorge an der Klosterkirche. Im Oktober 2018 erwarb der Freistaat Bayern das Kloster. Die Räume werden künftig Teil des Campus Straubing der Technischen Universität München.
Sie stehen am Karmelitenkloster. Herzog Albrecht I. gründete es 1368, die Karmeliten kamen am 1. Oktober 1368 aus Regensburg. Die Hallenkirche im Stil der Backsteingotik entstand zwischen 1368 und 1430. Das Kloster ist die Grablege der Herzöge und des höheren Adels.
Du stehst an einem Kloster, in dem Karmeliten leben. Gegründet wurde es 1368 von Herzog Albrecht, und die Karmeliten kamen aus Regensburg hierher. Die Kirche ist im Stil der Backsteingotik gebaut, und 1430 wurde sie geweiht. Schon 1414 hatte das Kloster 150 wertvolle Handschriften, das sind Bücher, die noch von Hand geschrieben wurden. Im Chor liegt ein Herzog begraben, Albrecht II. Künftig kommt eine Universität hierher, die Technische Universität München. Wie lange brauchst du wohl, um eine Buchseite von Hand abzuschreiben?
Koordinaten: 48.8838, 12.5726 · auf der Karte